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Wehe euch, ihr Kriegshetzer

Der russische Präsident Putin bricht das Völkerrecht, er annektiert einen Landesteil seiner Nachbarn, er droht seinen Gegnern im Ausland mit militärischer Gewalt und verfolgt seine Gegner im Innern. So eröffnet Maybrit Illner ihre Talkshow am 08.05.14. Diese Einleitung in ihre Sendung unterstreicht einmal mehr, wie sehr sich ein öffentlich rechtlicher Sender um eine objektive und faire Diskussion des sich verschärfenden Konflikts um die Ukraine bemüht. Die ganze Sendung war nur ein weiterer Versuch, die deutsche Bevölkerung von ihrer an Blasphemie grenzenden „Putinversteherei“ zu heilen und sie zum Glauben an den wahren Heilsbringer USA zu missionieren.

Dummerweise lies sich der bekannte US-Missionar Andrew B. Denison zu folgender Aussage hinreißen:

Wenn Russland gegen die Krim geht, dann hat es die ganze Welt gegen sich, …, und wenn Amerika gegen Irak geht, dann hat es Frankreich, Deutschland und Russland gegen sich. Es hat aber England, Spanien, Italien, Griechenland, Polen, Japan, Südkorea und viele Länder in der arabische Welt hinter sich. Also ich sage jetzt, in der Geopolitik, der mit den meisten Freunden gewinnt“.

Damit gab er - wie Gregor Gysi treffend bemerkte - offen zu, dass es nicht um die Einhaltung von Völkerrecht geht, sondern nur darum, wieviele Länder einen Fehler (Rechtsbruch) mitmachen. Diese Aussage lässt auch Rückschlüsse auf die Moralvorstellungen und Charaktereigenschaften der US-Administration zu.

Wenn es der Sendung auch sicher nicht gelang, viele Putinversteher, die von den Mainstream-Medien schon längst als homophob, esoterisch angehaucht und rechtsradikal entlarvt wurden, zum wahren Glauben zurückzuführen, so gelang es ihr doch wieder, von den Hintergründen abzulenken. Wieder wurde nicht hinterfragt, warum man ohne Unterlass von Putin fordert, er solle für die Entwaffnung der Separatisten und die Einhaltung der Genfer Vereinbarung sorgen, während der Westen nicht die geringsten Anstrengungen unternimmt, das Kiewer Putsch-Regime zur Einstellung der Militäraktionen zu bewegen und für die Entwaffnung der militanten pro-ukrainischer Gruppierungen zu sorgen. Wieder wurde nicht hinterfragt, welche Rolle die CIA, das FBI oder vielleicht sogar die Firma Blackwater (jetzt Academi) in der Ukraine spielen.

Das Verhalten der „westlichen Wertegemeinschaft“ im Konflikt um die Ukraine zielt weiter auf eine Eskalation ab. Dieser „Wertegemeinschaft“, die das Blutvergießen zu verantworten hat, ist es mit Hilfe seiner gleichgesteuerten Medien in erprobter Manier gelungen, Russland die Schuld für die Unruhen in der Ukraine anzulasten. Sie weiß, dass sie sich auf die Dummheit und Vergesslichkeit ihrer Bürger verlassen kann, denn von denen glaubt ein Großteil auch heute noch, dass die NATO in Afghanistan einmarschierte, um das unterdrückte Volk von den Taliban zu befreien, für Frauenrechte zu kämpfen und um Brunnen und Schulen zu bauen.

Diese auf Konsum, Unterhaltung und Mediengläubigkeit konditionierten Bürger glauben bis heute, dass Politiker Einfluss auf das Weltgeschehen haben. Diesen Bürgern ist entgangen, dass sich eine kleine Elite die Neuordnung der Welt zum Ziel gesetzt hat. Diesen Bürgern ist auch entgangen, dass - nachdem alle sich nicht kooperativ verhaltende Staaten destabilisiert wurden – nur noch Europa, Russland und China aufgerieben werden müssen, um dieses Ziel zu erreichen.

Deshalb schickt die kleine Elite nun die von ihr zu Kriegshetzern ausgebildeten Politiker und Journalisten ins Feld. Überzeugt davon, dass sie nach erfolgreicher Aufgabenerfüllung mit einflussreichen Ämtern belohnt werden, setzen die Kriegshetzer alles daran, ihrer Aufgabe gerecht zu werden.

 

Doch passt auf ihr Kriegshetzer, die kleine Elite wird euch nach getaner Arbeit dem Volk zum Fraß vorwerfen.

 

 

Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.

 


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