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Historische Gespräche?

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In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden die wichtigsten Gespräche der Nachkriegszeit geführt. Sogar als historisch wurden diese Gespräche betitelt. Ja, als historisch können diese Gespräche auf alle Fälle bezeichnet werden, denn man wird sich noch lange daran erinnern. Selten dürften die Ergebnisse historischer Gespräche derart sinnlos gewesen sein. Ich kann nur hoffen, dass der Nachwelt erhalten bleibt, welch sinnlose und destruktive Maßnahmen die ohne Rückgrat und Sachverstand geführten Gespräche und Verhandlungen zur Behebung der weltweiten Finanzkrise in den Jahren 2008 – 2012 erzwangen.

Kein Problem, wirklich kein einziges, dass die Welt in ein Desaster stürzen wird wurde bisher auch nur ansatzweise gelöst. Es wurde nichts anderes unternommen, als die Wasserflecken an einer Wand im Erdgeschoss eines Hauses, dessen Keller unter Wasser steht, immer wieder zu überstreichen. Erst wenn der Putz von der Wand fällt, das Fundament nicht mehr tragfähig ist und das Haus zusammenbricht wird die Sinnlosigkeit der bisherigen „Rettungsmaßnahmen“ auch dem gutgläubigsten Bürger klar werden. Dann wird es allerdings zu spät sein.

Was war an den Gesprächen vom Montag denn so historisch? Der Beschluss, dass man ein erneutes „Hilfspaket“ nach Griechenland schicken wird? Hilfsgelder an einen bankrotten Staat zu überweisen nur um dessen unweigerlich kommenden Bankrott ein wenig hinauszuzögern und es dadurch Finanzinstituten zu ermöglichen ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen lässt nur auf Hilflosigkeit und Verzögerungstaktik schließen.

Mehr noch, alle bisherigen Maßnahmen lassen nur den unbedingten Willen einer Politikerkaste erkennen, die Souveränität der Staaten Europas aufzuheben und sie unter ein europäisches Diktat zu stellen. Über bankrotte und wirtschaftlich am Boden liegende Staaten lässt sich um vieles leichter die Herrschaft erringen.

Schon sehr bald werden die zerstörerischen Beschlüsse der Verhandlungen, ob sie von allen Gläubigern unterzeichnet werden oder nicht, zu Tage treten. Und wer glaubt, dass die Ansteckungsgefahr der mörderischen Schuldenkrise für Staaten wie Portugal, Spanien oder Italien gebannt seien, der wird bald eines Besseren belehrt werden. Diese Krise wird vor keinem Staat Europas und halt machen. Sie wird eine unglaubliche Zerstörungskraft entfalten, eine Zerstörungskraft, die von Woche zu Woche gesteigert wird.

 

Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 02:03 Uhr  

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