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Es bahnt sich an

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Wie ich hier schon geschrieben habe wurde das Endgame des Finanzsystems bereits angepfiffen. Nach vielen Vorrundenspielen ist es nun soweit, das Finale beginnt. Über Jahrzehnte hinweg hatte die ganze Welt nichts Besseres zu tun als sich auf Teufel komm raus zu verschulden. Schuldzuweisungen sind aber dennoch fehl am Platz, denn die permanente Verschuldung des Einzelnen bis hin zur Überschuldung ganzer Staaten stellt das Lebenselixier des vorherrschenden Finanzsystems dar. Ohne diese andauernde Verschuldung wäre der vielerorts erreichte Wohlstand nicht möglich gewesen.

Doch nun ist der Kelch des Lebenselixiers fast geleert, der kümmerliche Rest ist schal geworden, der Kampf um das letzte Schlückchen hat begonnen. Für die reale Welt bedeutet dies, dass nun um die Vorherrschaft einer Währung gerungen wird. Die USA werden alles daran setzen um nach dem unvermeidlichen Kollaps der Währungen ihren Dollar wieder als Weltleitwährung installieren zu können.

Die Chancen dafür stehen im Augenblick nicht schlecht. Ihr Widersacher, der Euro, lässt sich, bedingt durch die stark differierende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Staaten Europas, schlecht verteidigen. Zudem verfügen die USA über kampfstarke Söldnertruppen wie S&P oder Moody´s. Die einzige Hoffnung diesen Kampf für Europa entscheiden zu können besteht darin, dass Deutschland die restlichen EU-Staaten länger über Wasser halten kann als es den USA möglich sein wird ihre Schuldengrenze zu erhöhen.

Doch wo läge der Sinn darin? Die Welt ist in jeder Beziehung bankrott, welcher Staat auch immer seine Insolvenz am längsten verschleppen kann ist bedeutungslos. Niemand wird dieses Mal als Sieger aus dem Kampf hervorgehen. Dafür hat die Globalisierung in weiser Voraussicht gesorgt.

Viel wichtiger wäre es, sich mit den großen und unumgänglichen Veränderungen deren es in naher Zukunft bedarf auseinander zu setzen. Jedem Verantwortlichen wie auch jedem Einzelnen muss endlich klar werden, dass das System in dem wir leben ausgedient hat.

Die Welt ist endlich, ein immerwährendes Wachstum kann es nicht geben.

Mehr zu diesem Thema hier und hier

 

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Kommentare
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Der Sachse   |84.173.233.xxx |2011-07-13 22:38:06
Soweit sehe ich das auch. Aber was, wenn nun ein wirtschaftliches Schwergewicht
wie D wieder eine eigene Währung ausgibt? Ob wir nun einen neuen Zinseszinszyklus
bekommen sei erst mal dahin
gestellt.
Ich denke nicht, dass man mit den alten Leitwährungen weiter machen kann und wird.
Aber möglich ist alles.

VG
Peter   |88.66.185.xxx |2011-07-14 00:03:34
Hallo Sachse,

an neue/alte Leitwährungen glaube ich auch nicht. Wenn alles so eintrifft wie ich befürchte, dann werden wir wieder Muscheln oder Kiesel tauschen. Wenn´s nicht so hart kommt, dann
werden viele Staaten, vor allem China, keine Lust mehr auf Dollars oder Euros (den Euro wird es in der heutigen Form nicht mehr geben), verspüren. Ehrlich gesagt habe ich noch keine richtige
Vorstellung wie sich alles entwickeln wird.

Kommt Zeit, kommt Ungemach ...

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 17:01 Uhr  

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