Dorfling

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Tageskommentar 23.01.12

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So, nun ist es schon Montag spät abends und von einer Einigung über den griechischen Schuldenschnitt habe ich immer noch nichts gehört. Eigentlich sollte dieser Schuldenschnitt doch am Wochenende unter Dach und Fach gebracht worden sein. Wahrscheinlich werden die Gläubiger mit der vorgeschlagenen Lösung etwas unzufrieden sein, weil man ihnen ein bisschen zu viel abverlangt, vielleicht mehr als sie zu leisten vermögen. Und vielleicht erzählt ja gerade einer der führenden Gläubiger einem der führenden Politiker, dass die vorgeschlagene Lösung ein schnelles und sehr böses Ende des Finanzsystems bewirken könnte.

Aber egal, auf was immer man sich auch einigen wird, es wird auf keinen Fall ausreichend sein. Das wird schon durch die Schlagzeile „IWF-Chefin fordert größeren Euro-Rettungsschirm“ bestätigt. Danach, woher denn die lieben Euros für den größeren Schirm, die größere Blase wäre eine bessere Definition, eigentlich kommen sollen fragt eh schon lange keiner mehr. Ist ja schon zur Selbstverständlichkeit geworden, dass man Rettungsschirme aufblasen muss. Es wird Zeit, dass sich die Herren und Damen „Aufbläser“ einen 20-Zylinder Schiffsdiesel zum Kompressor umfunktionieren lassen, mit ihren Luftpumpen werden sie nicht mehr allzu weit kommen. Zwischendurch sollten sie sich wenigstens einmal darüber Gedanken machen, was sie da eigentlich aufblasen, dann würde ihnen hoffentlich auch klar werden, dass, sollte das „Bläschen“ mal platzen, eine heftige Druckwelle ganz Europa zerreißen wird.

Doch Gott sei Dank haben wir noch unsere Felsen in der Brandung, die ein solch widerwärtiges Handeln auf keinen Fall zulassen werden. Einmütig haben sie heute verkündet, dass sie sich an der elenden Schufterei des Luftpumpens nicht beteiligen wollen. Ein bisschen skeptisch bin ich schon noch, denn die Schlagzeile „Schäuble will Rettungsschirm vorerst nicht aufstocken“ enthält das Wort „vorerst“ und das lässt Zweifel in mir aufkeimen.

Nichts desto trotz, wenigstens auf unsere Kanzlerin kann man sich, wie die Schlagzeile „Merkel gegen Kapital-Verdopplung für ESM“ aussagt, noch verlassen. Die wird das schon zu verhindern wissen, sie hat schließlich bisher immer ihre Meinung durchgesetzt, oder zumindest oft, oder ab und zu, oder selten oder … .

Aber ein Ass haben wir dann immer noch im Ärmel, sozusagen den Trumpf, der jeden Schaden von uns abwenden wird – Phillip Rösler. Die Schlagzeile  „Rösler lehnt Aufstockung von Euro-Rettungsschirm ab“ macht mehr als deutlich, dass diese ganze Aufblaserei mit ihm nicht zu machen sein wird. Und diese Aussage wird mich heute ruhig schlafen lassen, zumindest ein paar Stunden oder Minuten oder … .

Sei es drum, finden wir uns einfach damit ab, dass uns der ganze Laden demnächst um die Ohren fliegen wird, da können sich alle Experten und Eliten ihre Lungenbläschen samt Bronchien beim Aufblasen raushusten, zu retten gibt es einfach nichts mehr.

Weg von dem Thema und hin zu einer anderen Schlagzeile, die mir heute noch erwähnenswert zu sein scheint, sie lautet „Wie gefährlich ist Massentierhaltung für Verbraucher?“. Da bringt doch endlich einmal jemand die Sache auf den Punkt. Können denn die Drecksviecher nicht in drei Teufelsnamen selbständig gesund aufwachsen? Muss man denen andauernd Antibiotika und sonstige teure Mittel verabreichen nur weil die zu blöde sind ohne Zutun gesund zu bleiben bis man ihnen die Rübe abhackt? Können die blöden Hennen, Schweine, Schafe und Rinder nicht endlich mal herausfinden wie man auf natürliche Weise groß, stark und schlachtreif wird?

Oder sollte man die Schlagzeile vielleicht etwas abändern, z. B. in „Wie gefährlich ist der (un)menschliche Verbraucher für andere Lebewesen?“

 

Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 22:49 Uhr