Ministerien besetzen?? ... diese Frage muss sich jeder Bürger stellen.
... weil Reformen für ein soziales Geldsystem überfällig sind. Es gibt keine öffentliche Macht, die ein anderes Geldsystem
durchsetzen könnte, deshalb und nur deshalb ist die Politik gefordert.
Das griechische Volk demonstriert und macht genau das einzig Richtige, was in Ihrer Lage bestenfalls unternommen werden kann. Die Menschen leben in einer Ohnmacht und haben nur sich selbst als Gegenkraft. Sie sind nicht bereit für ein "fehlgesteuertes System" sich ausnehmen zulassen. Griechenland ein Example für die Hoheitsrechte politischer und wirtschaftlicher Macht?
Über sämtliche Medien läuft nur die Alternative Griechenland rein oder raus aus dem Euroland. Es ist ein Armutszeugnis, dass es nur ein "weiter so" mit kleinen kosmetischen Veränderungen gibt. Das schlimme ist, dass die kosmetischen Veränderungen das Problem nur noch mehr verschleiern. Systemrelevante Banken? ... was ist mit menschenrelevanter Lebensform?
Leider haben Politiker zu lange geglaubt, und sie glauben es immer noch, dass das Geld eine Betäubungspille sei bei der man sich um die Gegenbuchung keine Sorgen machen muss und die Banken etc. haben kräftig mitgespielt. Der freiheitliche Staat und die Demokratrie stehen auf dem Spiel, denn Geld wird immer mehr als Bedrohungskulisse für die Einführung einer Expertokratie verwendet. Viele Politiker versuchen sich zu retten indem sie den Schulterschluss mit der Wirtschaft eingehen wollen. Was für ein fataler Gedanke ... wilkommen im "Funktionsfaschismus" (mir fällt dazu kein besseres Wort ein).
Das Geldwesen wird bis heute nicht verstanden, am wenigsten von Bankern & Konsorten. Niemand möchte es ernsthaft verstehen, denn dies hätte für alle heutigen Nutznießer echte Konsequenzen. Lieber schauen alle nach Ressourcen und nach (noch) intakten Lebensfelder für weitere Zwangs-Ökonomisierungen, denn Wachstum ist alles.
Die Weltwirtschaft bemächtigt sich der Politik, der Meinungsbildung (Medien) und der Kultur, macht Erfolg an Zahlen fest und nimmt keine Notiz von flächendeckenden Kollateralschäden. Sie strebt weit über ihre eigentlichen Tätigkeitsfelder hinaus, ähnlich einem Geschwür ... und sieht sich keineswegs in gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung.
Es gibt weit und breit kaum Politiker/ Wirtschaftler, die die Systemfrage des Geldes stellen. Geld sollte ähnlich wie jede Ware einem Werteverfall unterliegen, dieser Werteverfall sollte als frisches Geld nur für soziale und kulturelle Projekte wieder belebt werden können. Geld darf sich nicht stauen in Immobilienwerten oder anderen Spekulationsobjekten.
Heute glauben die Menschen mit Geld wäre alles möglich, ähnlich wie man an Heilsbringer unterschiedlicher Couleur glaubt(e). Wollen wir weiterhin träumen?
Das Problem ist viel größer, als man es wahr haben möchte, denn wir befinden uns im freien Fall einer Bewusstseinskrise. Seit den 90igern wurde die Dummheit nach oben gespült, denn Dummheit ist die Unfähigkeit seiner Selbst gewahr zu werden. Macht und Reichtum ist heute keineswegs Zeichen göttlicher Nähe, sondern nur noch eine schleimige Ekel-Suppe; ... diese Erkenntnis tut weh.
Leider wird Griechenland keinen eigenen Weg gehen können, denn die Welt braucht Schuldensklaven.
Gläubiger sollten sich an ihre eigene Nase fassen müssen, denn wie dumm muss man sein, einem Land Geld zu geben, dass keinen realen Gegenwert zur Verfügung stellen kann, ja dies mit der, an Frechheit nicht zu übertreffenden Annahme zu begründen, dass Länder nicht Bankrott gehen können, solange sich die Bevölkerung nur stillschweigend ausnehmen lässt. Den Gläubigern muss man ja Vorsätzlichkeit unterstellen.
Wir müssen uns der Bewusstseinskrise endlich stellen und Entscheidungen treffen, die über bisherige Maßnahmen hinaus gehen, einem kreativen Umgang fördern und das Geldsystem in ein natürliches Verhältnis zum Menschen bringen. Es darf keine Befestigung einer Sklavenschaft geben, deren Ketten fortwährend durch beschämend egozentrische Strukturen im Geldwesen existieren.