Fakten Fakten Fakten Februar 2011
Ich hab' mal ein klein wenig in meinem Archiv geblättert, will sagen, einem Papierhaufen von beachtlicher Höhe, in dem ich einen Monat lang so Sachen wie Zeitungsausschnitte, rausgerissene Seiten aus Magazinen und Illustrierten und viele Internetausdrucke oder handschriftliche Kritzeleien gestapelt habe. Ich mal das wichtigste zusammengefasst und aufgeschrieben. Wenn gewünscht, mache ich das zur monatlichen Einrichtung. Überlege mir noch ein besseres Sortiersystem. Viel Spaß mit dem "Kessel Buntes"!
Analphabetismus
In Deutschland gibt es mit 7,5 Millionen Menschen fast doppelt so viele Analphabeten wie bisher gedacht. Sie können keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben. Davon scheitern zwei Millionen auch an einzelnen Sätzen und 300 000 Menschen an einzelnen Wörtern. Dies belegt eine Berliner Studie vom 28.Februar.
Lothar Matthäus
Nach der Scheidung von seiner vierten Frau Liliane bekennt sich Fußballlegende Lothar Matthäus (49) zu seiner neuen Liebe Ariadne (21). Er wünsche sich zudem, noch einmal Vater zu werden. Matthäus kennt Ariadne seit drei Monaten. Gute Nacht, Verstand.
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Academy-Award
Bei der Oscar-Verleihung 2011 bewahrheitete sich wieder einmal die alte Faustregel: "Willst du den Oscar gewinnen, musst du einen Behinderten oder einen Boxer spielen!" So kam es diesmal Ende Februar zum spannenden Duell zwischen Colin Firth, der in "The King's Speech" den sprachbehinderten englischen Monarchen Georg VI. interpretiert, und Christian Bale, der in "The Fighter" einen Boxer mimte. Aber, Oh, Überraschung, beide durften einen Oscar mitnehmen, einmal für die beste Hauptrolle, einmal für die beste männliche Nebenrolle. Die Deutschen gingen wieder mal Leer aus, selbst bei unseren geliebten Nieschenoscars wie beste dritte Kamera im Dokumentarzeichentrickfilm oder so ähnlich. Verlierer des Abens wurde der Western 'True Grit" der Coen-Brüder. Er hatte zehn Nominierungen aber ging komplett leer aus. Blöd!
Zeitarbeit
Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes können Zehntausende von Leiharbeitern gleiche Entlohnung wie die Stammbelegschaft im Unternehmen einfordern. Alle seit 2003 von der Tarifgemeinschaft Christlicher Zeitarbeitsgewerkschaften (CGZP) abgeschlossenen Tarifverträge sind unwirksam.
Deutschland Reiseland
Das Reiseland Deutschland feiert einen neuen Rekord: Im Jahr 2010 haben soviele Gäste in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben übernachtet wie noch nie. Für Häuser mit mehr als 9 Betten wurden 380,3 Millionen Übernachtungen gezählt, von denen der Hauptanteil mit 320 Millionen auf Gäste aus dem Inland entfiel. Die Steigerung brachten aber vor allem Touristen und Geschäftsreisende aus dem Ausland, deren Zahl um 10 Prozent auf 60,3 Millionen stieg. Insgesamt betrug das Übernachtungsplus im Vergleich zu 2009 rund 3 Prozent. Statistisches Bundesamt Wiesbaden im Februar.
Motivation am Arbeitsplatz
Laut einer aktuellen Gallup-Studie haben 20 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland bereits innerlich gekündigt.
Krankenkassen
Wieder etwas aus der Twighlight-Zone, aus dem Bereich der Phänomene. Zu Zeiten der großen Koalition galt der hehre Grundsatz, wonach 30 bis 50 Krankenkassen in Deutschland ausreichen sollten. Nun erschüttert der Bundesrechnungshof diese Rechnung nachhaltig. Eigentlich sollte die Fusionswelle der Kassen zu einer Minimierung der Kosten führen. Im Jahre 1992 gab es 1367 verschiedene Krankenkassen, im Januar 2011 nur noch 148 Kassen. Doch jetzt wurde ermittelt, dass Fusionen erhebliche zeitliche und personelle Ressourcen binden und zu keinen deutlichen Synergieeffekten führen und sie seien mit erheblichen, zum Teil dauerhaften zusätzlichen Aufwendungen verbunden. Demgegenüber stünden nur geringe Einsparungen gegenüber. Häufig stiegen die Netto-Verwaltungskosten durch zusätzliche Reisekosten der Mitarbeiter, Abfindungen oder erhöhte Vergütungen der Kassenvorstände, teure Beraterhonorare sowie durch Fortbildungen. Fusionen seien Kostentreiber. Sauber! Quelle: Focus, Februar
Bob Geldorf
Fasste im Februar die Quintessenz aus einem Musikerleben in einem Satz zusammen: "Das Tolle an einer Rock'n'Roll-Band ist, dass die Frauen Schlange stehen."
Der Deutsche Durchschnittsmann
Laut Statistischem Bundesamt heißt der Deutsche Durchschnittsmann Thomas oder Michael, er ist 42 Jahre alt und 1,79 Meter groß. Er ist dunkelblond und 82 Kilogramm schwer. Er heiratet mit 33 Jahren und wird mit 35 Jahren Vater, aber mit 44,5 Jahren lässt er sich wieder scheiden. Er hat Fachhochschul- oder Hochschulreife, verdient monatlich 3430 Euro brutto und spricht zwischen 4000 und 12000 Wörter pro Tag. Jedes Jahr isst er 60 Kilogramm Fleisch, hat 11 Erektionen am Tag und braucht bei 13 Sexpartnern in seinem Leben 4 Minuten zum Orgasmus.
Nachfolgerin von Lady Gaga
In ihrer jährlichen Prognose für das Musikjahr 2011 prophezeiten die britischen BBC-Kritiker der Sängerin Jessie J eine Weltkarriere. Und die 22jährigen Britischen Sängerin gibt sich gleichzeitig recht selbstbewußt. Gefragt nach ihren Zielen für dieses Jahr nennt sie ein Nummer-1-Album und ein Duett mit Leona Lewis. Sie will den nächsten großen Hit für Britney Spears und ein Musical schreiben. Ihre erste Single heißt: "Do It Like A Dude".
Demokratie-Zeugnis
Im neuen Democracy-Ranking 2010 bei dem es darauf ankommt, die Menschenrechte zu waren, faire Wahlen und Investitionen in Bildung und Gesundheitswesen zu fördern, ergaben sich folgende Reihenfolgen.
Die besten zehn Demokratien: Norwegen, Schweden, Finnland, Schweiz, Dänemark, Neuseeland, Niederlande, Irland, Deutschland und Großbritannien.
Die schlechtesten zehn Demokratien: Äthiopien, Zentralafrika, Nigeria, China, Sambia, Niger, Gambia, Burkina Faso, Kenia, Uganda.
Apropos Doktortitel
Die Technische Universität Dresden sorgt sich um ihren Ruf. Das als Verein geführte Institut für postgraduale Bildung, kurz Eipos, vermittelte gegen eine Gebühr von zuletzt 27600 Euro Interessenten für eine Promotion an meist osteuropäischen Universitäten, etwa in Bratislava. Weil der TU Dresden im laufenden Rennen um einen Elitetitel bei der Exzellenzinitiative des Bundes die Eipos-Machenschaften unangenehm wurden, zwang die TU die Doktormacher, ihr Geschäft "bis Ende des Jahres" einzustellen.
Snooker
Bislang waren die Briten die Supermacht im Snooker, nun sind die Chinesen dabei, sie abzulösen. Heute spielen in China etwa 50 Millionen Menschen Snooker, mehr als im Rest der Welt, es gibt Hunderte Snooker-Clubs in jeder größeren Stadt - in Peking sind es etwa 800, zum Teil mit bis zu 100 Tischen. In China wird Snooker an Schulen unterrichtet, und als im Februar das Finale des Masters in Wembley live im Fernsehen lief, schalteten hundert Millionen Chinesen ein. Zum ersten Mal standen sich bei einem bedeutenden Turnier zwei Asiaten im Endspiel gegenüber: Ding Junhui aus Yixing bei Shanghai besiegte Marco Fu aus Hongkong. Champion Ding wird von vielen Experten als kommender Weltmeister gehandelt.
Staatsfinanzen
Erstmals in der Geschichte der Schuldenrepublik Deutschland haben im Februar unerwartet Landesverfassungsrichter den Nachtrags-Schuldenhaushalt in NRW gestoppt. Überraschend kippten sie den Etat der rot-grünen Koalition unter der Düsseldorfer Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) per einstweiliger Verfügung. Die Politik muss dem Recht weichen.
Kulturfernsehen
Das ZDF stellt das Literatur-Magazin die "Vorleser" ein. Bildung scheint nicht mehrheitsfähig zu sein. Auf zum nächsten Dschungelcamp. Quelle:TV-Spielfilm
Frauenquote
Die Mehrheit der Bundesbürger lehnt die Einführung einer verbindlichen Frauenquote von mindestens 30 Prozent in Spitzenpositionen von Unternehmen ab.Nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag der BamS befürworten 87 Prozent, dass sich Frauen künftig ebenso stark auf ihre berufliche Karriere konzentrieren wie Männer. Eine verbindliche Frauenquote lehnen 56 Prozent ab, 41 halten sie für richtig. Jedoch glauben 53 Prozent auch nicht, dass der Frauenanteil in den Vorständen auf freiwilliger Basis deutlich gesteigert werden kann. (dpa.)
Zapfsäulen
Knapp zwanzig Prozent der Zapfsäulen an bayerischen Tankstellen sind nicht geeicht. Thomas Weberpals, Leiter des bayerischen Landesamtes für Maß und Gewicht sagt, dies liege am mangelnden Personal. Immer wieder würden Einstellungsstopps verhängt, obwohl sich das Personal verringere. Heute verfügten die 13 bayerischen Eichämter über 100 Beschäftigte weniger als vor 15 Jahren. Nur noch 250 Menschen seien heute beschäftigt. Sie seien schlicht überfordert.
Bauer sucht Frau
Ein paar Fakten zu der Fernsehsendung: Für jede Drehwoche bekommen die Bauern 3000€. Für zusätzliche Drehtage gibt es 350€. Die Frauen erhalten als Aufwandsentschädigung ebenfalls 350€. Die Bilanz nach fünf Staffeln "Bauer sucht Frau": Fünf Hochzeiten, zwei Verlobungen, drei Babys. Die Sendung basiert auf dem britischen Format "The Farmer Wants a Wife" und wird in 15 Ländern gezeigt. (RTL)
Annahmepflicht
Die Annahmepflicht für Papiergeld geht zurück auf das Jahr 650, als der Kaiser von China das Papiergeld einführte, um trotz leerer Staatskassen Krieg führen zu können. Das an Gold- und Silbermünzen gewöhnte Volk traute den Scheinen allerdings nicht und musste zur Akzeptanz des neumodischen Zahlungsmittels gezwungen werden. Die Annahmepflicht, nach der jeder eine Geldschuld mit einem gesetzlichen Zahlungsmittel begleichen kann, gilt bis heute. Auch in Deutschland. (ZEIT)
Guido Westerwelle
Westerwelle im Februar: Unser außenpolitischer Großkenner wird von der Vergangenheit eingeholt. Der ägyptische Despot Mubarak sei ein „Mann mit enormer Erfahrung, großer Weisheit und die Zukunft fest im Blick“, hatte Westerwelle etwa noch vor weniger als einem Jahr gesagt. Naja, mittlerweile ist er ja zurückgerudert und behauptet das Gegenteil. Jetzt behauptet er sogar: "Demokratie ist der beste Weg zur Stabilität". So wird Politik gemacht.
McDonald's
Die Fast-Food-Kette will verstärkt auf Gemüse, Geflügel und Kaffee setzen und damit vor allem Frauen und junge Menschen für Fastfoot gewinnen. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen die Erlöse in Deutschland um 3,7 Prozent auf einen Rekordumsatz von über drei Milliarden Euro steigern, obwohl die Verbraucher immer seltener essen gehen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern ein weiteres Umsatzplus von drei bis fünf Prozent. Dabei brummt das Geschäft mit Kaffee. (dpa.)
Dieter Janecek
Der 34jährige Chef der bayerischen Grünen kritisierte die Teilnahme von Thilo Sarrazin ("Deutschland schafft sich ab") an einer Islam-Tagung in Tutzing. Er verstehe nicht, wieso Sarrazin Gelegenheit zur Verteidigung seiner Thesen bekomme. Genau, so ists richtig. Gleichschaltung und Abschaffung der Rede- und Meinungsfreiheit. Weiter so Janecek. Für die "gute" Sache kann man schon mal Menschenrechte abschaffen.
Wolfgang Böhmer
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Böhmer (75, CDU) kommentierte die Zugkatastrophe in seinem Bundesland so: "Es muss wahrscheinlich ein Haltesignal überfahren worden sein. Denn, dass zwei Züge aufeinanderfahren, geht aus den normalen Fahrpänen nicht hervor." Hoffentlich bleibt ihm sein zynismus im Halse stecken. Quelle: BILD
Gorch Fock
Was für ein Chaos um die Ermittlungen beim Unglück der Offiziersanwärterin Sahra auf der Gorch Fock. Nachdem Marine-Inspekteur Axel Schimpf vor dem Verteidigungsausschuss des Bundestages ein Obduktionsgewicht von 83 Kilo bestätigt hatte, stellte sich heraus, dass die in Brasilien für den Transport mit 20 Kilo Formaldehyd konservierte Leiche nicht richtig berechnet wurde. Ich glaube, für eine Autopsie sollte man lieber die seit Februar steuerpflichtigten Dienste rumänischer Hexen in Anspruch nehmen, bevor man Bundeswehrärzte auf die Leichen losläßt, so scheint mir die Wahrscheinlichkeit eines objektiven Ergebnisses höher.
Wetter
Am 23.Februar verkündet Diplom-Meteorologe Dominik Jung, dass ab Mitte März die Temperaturen klettern, Ende März Bundesweit bis auf 18 Grad. Im April ein freundlicher, trockener Start bis zu 25 Grad, Sonne! Quelle: Wetter.net
Renate Künast
Zu guter Letzt noch eine Aussage der Grünen-Fraktionschefin Renate Künast. Zum Thema Frauenquote sagte sie in einem Interview mit der BamS Anfang Februar: "Na klar, ich bin eine Quotenfrau. Im Übrigen: Auch Frau von der Leyen ist eine Quotenfrau, und auch Angela Merkel war eine Quotenfrau." Na, hier haben wir doch gleich wieder drei stichhaltige Gründe gegen die Quote!!