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Kunst und Kultur

Warum ich nicht zum Geheimdienst gehe

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Der folgende Text ist ein Filmzitat aus dem US-Spielfilm "Good Will Hunting" aus dem Jahre 1997.

Matt Damon spielt in diesem Film einen aufsässigen Jugendlichen, der sein geistiges und mathematisches Ausnahmetalent nicht nutzt und aus persönlichen Gründen lieber eine geradlinige Karriere als Bauarbeiter anstrebt.

Zunächst noch von einem renommierten Mathematikprofessor vehement gefördert, wird ihm ein Vorstellungsgespräch beim dem US-Geheimdienst NSA (National Security Agency) vermittelt. Es entwickelt sich folgender Gesprächsverlauf:

Will Hunting:

"Warum meinen sie, sollte ich für den Nationalen Sicherheitsdienst arbeiten?"

NSA-Personalchef:

"Nun, sie wären mit höchstbrisanten Projekten betraut und hätten mit Technologien zu tun, die sie nie wo anders zu sehen bekämen, da sie von uns selbst als höchst geheim eingestuft wurden. Superstringtheorie, funktionale Analysis, deterministische Chaosforschung..."

Will Hunting:

"Codes knacken!"

NSA-Personalchef:

"Mmh... das ist nur ein Bereich unserer Tätigkeit."

Will Hunting:

"Ach kommen sie, dass ist doch das, was sie hier machen. Über 80 Prozent der nationalen Geheimdienst-Arbeit. Der Laden ist doch siebenmal größer als der CIA!"

NSA-Personalchef:

"Wir hängen das nicht so gerne an die große Glocke..., aber sie haben völlig recht.

Also, wie ich das sehe, stellt sich nicht die Frage, warum sollten sie für den NSA arbeiten? Die Frage lautet: warum sollten sie nicht?"

Will Hunting:

"Warum ich nicht für den NSA arbeiten soll? Das ist gar nicht so einfach - ich versuchs trotdem mal:

Angenommen ich bin beim NSA und eines Tages legen sie mir einen Code auf den Tisch, den nur ich knacken kann. Ich nehm mir das Ding vor und knack ihn auch. Ich bin zufrieden mit mir, weil ich meinen Job gut gemacht habe. Aber der Code war der Standort von irgendeiner Rebellenarmee in Nordafrika, oder im Iran. Wir schicken sofort Soldaten dahin, mit dem Auftrag das Dorf zu bombardieren und 1500 Männer und Frauen, die ich überhaupt nicht kenne werden schnell mal umgelegt.

Dann kommen die Politiker und sagen: Schickt die Marines dahin, die Gegend sichern. Denen ist das egal. Ihre verfluchten Söhne werden ja nicht da draußen irgendwo im Busch abgeknallt und sie selbst müssen nur zur Nationalgarde.

Dann bekommt ein Typ aus South-End einen Granatsplitter in den Arsch. Er darf nach Hause und stellt fest, dass die Fabrik, in der er gearbeitet hat, in genau das Land exportiert worden ist. Und der ihm den Arsch weggeschossen hat, hat jetzt seinen Job, weil er schon für 15 lausige Cent am Tag arbeitet. Plötzlich begreift er, dass man ihn bloß rübergeschickt hat, um da die Machtverhältnisse so zu verändern, dass wir günstig an Öl rankommen.

Die Ölgesellschaften haben sich natürlich die Hektik da drüben zunutze gemacht und die Ölpreise bei uns sofort nach oben korrigiert. Aber davon hat mein Kumpel ja nun absolut nichts. Doch das Öl wollen die erst mal gar nicht, also heuert man als Kapitän einen Alkoholiker an, der mehr auf Schnaps steht und völlig besoffen die Eisberge umschifft. Er rammt einen, das verdammte Öl läuft aus und vernichtet alles Leben im Nordatlantik. Mein Kumpel ist arbeitslos und kann es sich nicht leisten, mit dem Auto zu Vorstellungsgesprächen zu fahren. Macht sich echt scheiße, so ein Granatsplitter im Arsch. Und er muss hungern, denn jedesmal, wenn er was zu beißen aufgetrieben hat, haben die nur so'nen scheissverseuchten Fisch aus dem Nordatlantik.

Was ich davon halte? Mmh! Ich warte lieber auf was besseres!

Wo ich schon mal dabei bin.... Warum erschieße ich nicht meinen Kumpel, verschenke seinen Job, bombadiere irgendein Dorf, erschlag ein Seelöwenbaby, ziehe mir mal schnell einen Joint rein und werde Mitglied in der Nationalgarde. Zum Präsidenten würde es reichen!"

 

Hier können Sie den Gesprächsverlauf im Oringinal sehen:

 

 Why Shouldn't I Work for the NSA?

Good Will Hunting

 
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 01:25 Uhr
 

Nenn mir deinen Verein, und...

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                                ...ich sag Dir, was er bedeutet!

 Mich haben kürzlich einige Vereinsnamen sehr interessiert und jetzt habe ich gleich begonnen, ein wenig mehr zu nachzuforschen. Die Recherche war aufwändig, aber hat Spaß gemacht. Hier für die Sportfans auf DORFLING die gesammelten Resultate, viel Spaß damit: 

 

FETTGEDRUCKT DIE VEREINSNAMEN UND DANN DIE NAMENSHERKUNFT:

Ajax Amsterdam (Holland) benannt nach dem griechischen Helden Ajax

Aston Villa (England) benannt nach dem Villa Park in Birminghams Stadtteil Aston

Benfica Lissabon (Portugal) Benfica ist der Name eines Stadtteils in Lissabon.

Besiktas Istanbul (Türkei) Besiktas ist der Name des Stadtteils aus dem der Klub kommt.

Boca Juniors (Argentinien) Boca ist ein Stadteil von Buenos Aires

Brann Bergen (Norwegen) Der Kultclub ist nach dem Feuer benannt: "Feuer" Bergen

Bröndby IF Kopenhagen (Dänemark) Bröndby ist der Name eines Stadtteils.

Celtic Glasgow (britisch besetztes Schottland) The Bhoys spielen als "Kelten" unterm Saltire.

Chelsea London (England) Chelsea ist der Name des Londoner Stadtteils.

Deportivo La Coruna (Spanien) eigentl: Real Club Deportivo = "königlicher Sportverein"

Dukla Prag (Tschechien) Dukla ist ein Ortsname, in Erinnerung an eine Schlacht im II.Weltkrieg.

Fenerbahçe Istanbul (Türkei) benannt nach der Halbinsel Fenerbahçe.

Feyenoord Rotterdam (Holland) Feyenoord ist der Name eines Stadtteils der Hafenstadt.

Galatasaray Istanbul (Türkei) = "Palast von Galata", einem Viertel des Stadtteils Beyoğlu.

Girondins Bordeaux (Frankr.) nach dem Gironde genannten Mündungstrichter der Garonne.

Glasgow Rangers (Schottland) ein Begriff aus einem Buch über den englischen Rugbysport

Grasshoppers Zürich (Schweiz) Es heißt wirklich "Grashüpfer". Warum ist nicht ganz klar.

Hajduk Split (Kroatien) von türk. haydut, "Räuber, Gesetzloser", weil sie so wild waren.

Inter Mailand (Italien) Abk. von "internazionale" Milano

Juventus Turin (Italien) aus dem lateinischen: "Jugend" Turin

Lazio Rom (Italien) eigentl.: Società Sportiva Lazio = "Sportgesellschaft in Latium (Rom)

Lyn Oslo (Norwegen) lyn = norwegisch für "Blitz" Oslo (Verein wurde leider 2010 aufgelöst!)

Nottingham Forest (England) nach einem Walderholungsgebiet, deshalb Forest "Wald".

Olympique Marseille (Frankreich) bedeutet schlicht "olympisches Marseille"

Osasuna Pamplona (Spanien) osasuna, baskisch für Gesundheit, Kraft

Pogon Szczecin (Polen) bedeutet "Verfolgung Stettin"

Real Madrid (Spanien) Real Madrid Club de Fútbol, der "königliche Madrider Fußballverein"

Reipas Lathi (Finnland) soviel wie "Frischauf" Lathi

Roter Stern Belgrad (Serbien) bedeutet soviel wie: Roter Stern Belgrad

RSC Anderlecht (Belgien) Anderlecht ist ein Stadtteil Brüssels

Ruch Chorzów (Polen) der Rekordmeister Polens nennt sich soz."Bewegung Königshütte"

Schachtjor Donezk (Ukraine) eigentl. ukr. "Schachtar" = Bergarbeiter Donezk

Servette Genf (Schweiz) Servette ist der Name des Stadtteils aus dem der Klub kommt.

Steaua Bukarest (Rumänien) rumänisch für "Stern Bukarest"

Tottenham Hotspur (England) nach Sir Henry Percy, einem "Heißspornigen" Kriegshelden

Twente Eschede (Holland) Twente ist ein Teil der niederländischen Provinz Overijssel.

Vitória Guimarães (Portugal) portugisisch 'Vitória' Sieg

West Ham United (England) "Ham" heißt hier nicht 'Schinken', sondern abk. für "Hammer'

Widzew Lódz (Polen) Widzew ist der Name des Stadtteils aus dem der Klub kommt.

Xamax Neuchâtel (Schweiz) Max Neuchâtel (Palindrom nach dem Spieler Max Abegglen)

 

HIER EIN PAAR BEISPIELE "DEUTSCHER" VEREINE:

Alemannia Aachen = Alemannia, lateinisch für "Deutsch"

Arminia Bielefeld = Arminius, latinisierte Form für "Herrmann"

Borussia Dortmund = Borussia, lateinisch für "Preußen"

Dynamo Dresden = Dynamo, griechisch für soviel wie "Stromerzeuger Dresden"

Fortuna Köln = Fortuna, lateinisch für "Glück"

Lokomotive Leipzig = Lokomotive, lateinisch für "Treibling"

Rapid Wien = rapidus, lateinisch für "schnell"

Turbine Potsdam = turbare, lateinisch für "drehen", soviel wie Energieerzeuger Potsdam

Wormatia Worms = Wormatia, lateinisch für "Worms", also Worms Worms (!)

 

HIER NOCH EIN PAAR (NICHT GANZ SO ERNST GEMEINTE) ERKLÄRUNGEN:

Berliner SV = Pfannkuchen SV = Krapfen SV

Bremer SV = Fischfiletbrötchen SV

Frankfurter Eintracht = Wiener Würstchen Eintracht

Hamburger SV = Cheesburger ohne Käse SV

Schalke 04 = Gelsenkirchen wird niemals Meister 04

Schweinfurt 05 = Das Borstentier ist weg 05

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 01:25 Uhr
 

Kinder an die Macht?

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Hier können Sie den Text als Audiodatei hören

Herbert Grönemeyer hat nach vier Jahren wieder ein neues Album herausgebracht.

Wie schön, dass der Herr Künstler mal wieder etwas arbeitet. Es ist das dreizehnte Studioalbum in 32 Jahren. Nur so nebenbei erwähnt, in dieser Zeit sind normale Arbeitnehmer etwa 30.000mal zur Arbeit gegangen. Na dafür wird der Herbert auch fünfzigmal mehr verdient haben. Zum Vergleich: die Beatles haben ihre dreizehn Studioalben in gerade mal 8 Jahren eingespielt. Aber damals war man wohl auch noch Musiker und noch nicht Künstler.

Das neue Album

Aber gut, das neue Album trägt den Titel "Schiffsverkehr" und enthält immerhin 11 Songs und einen sogenannten Hidden-Track, ein verstecktes Lied. Der Nebeneffekt dieser Songs, die jetzt im Radio ein halbes Jahr rauf und runter gedudelt werden, ist ganz klar. Die Rundfunksender "entdecken" jetzt auf einmal auch die alten Sachen unseres Barden wieder. Somit werden wir auch mit denen dauerbeschallt. Da sind es vor allem dann 'Was soll das?', 'Männer' und das wirklich unvermeidliche 'Kinder an die Macht'.

Seit 25 Jahren im Radio

Da ich dieses Lied nun diese Woche schon das dritte mal über mich ergehen lassen musste, reicht es mir jetzt gründlich. Das Lied war damals eigentlich gar nicht hoch in der Verkaufsliste, aber seit 1986 wird es immer und immer wieder gerne ins Programm genommen. Und das Schlimme: Bei beinahe jedem zweiten Sendetermin ereifert sich irgendein "Ansager" möglichtst plump hinterherzuplappern, Grönemeyers Vision der Kinder an die Macht möge doch in Erfüllung gehen.

Ist das so? Sollen Kinder an die Macht? Wäre das eine bessere Welt?

Ganz einfach: Natürlich nicht. Die Melodie des Songs ist ja ganz nett, aber der Text ist Nonsens. Übrigens habe ich in letzter Zeit einige Menschen dazu befragt und ich habe bis jetzt keinen einzigen gefunden, der nicht ebenso denkt (Ausnahme: Radio-Moderatoren). Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Hier erstmal der Originaltext:

Die Armeen aus Gummibärchen, die Panzer aus Marzipan. Kriege werden aufgegessen, kindlich genial 

Es gibt kein gut, es gibt kein böse. Es gibt kein schwarz, es gibt kein weiß

Es gibt Zahnlücken, statt zu unterdrücken, gibt's Erdbeereis auf Lebenszeit

Immer für 'ne Überraschung gut

Gebt den Kindern das Kommando, sie berechnen nicht, was sie tun

Die Welt gehört in Kinderhände, dem Trübsinn ein Ende

Wir werden in Grund und Boden gelacht. Kinder an die Macht

Sie sind die wahren Anarchisten, lieben das Chaos, räumen ab

Kennen keine Rechte, keine Pflichten. Ungebeugte Kraft, massenhaft Ungestümer Stolz

So, so, Herbert. Kinder berechnen also nicht, was sie tun? Ich glaube, jeder der Kinder hat, oder jeder, der Kinder schon einmal beobachtet hat, oder jeder, mit gesundem Menschenverstand muss wissen, dass die Welt vornehmlich daran krankt, dass sich manche Leute so kindisch verhalten, statt sich endlich zu benehmen, wie erwachsene Menschen.

Bei Kindern hingegen kann man erkennen, wie berechnend zum eigenen Vorteil sie sich verhalten und wie grausam sie sind, wenn sie noch keine Gewissensbildung und anerzogenes Gemeinschaftsgefühl haben. Ein Kind möchte stets Aufmerksamkeit, braucht laufend Bestätigung, sucht immerzu seinen Vorteil, es lügt, es betrügt und es denunziert. Es ist gierig, neidig, grenzt andere aus und versucht Grenzen zu überschreiten. Es ist ungeduldig und quengelt. Es ist frech, fordernd und möchte immer das haben, was andere haben. Selbst, wenn es hilft oder teilt, erwartet es als "Gegenleistung" Lob und höchste Anerkennung. Es hat keinen Weitblick, keine Erfahrung, mangelnden Verstand, ist trotzig, rebellisch, Altklug und möchte nicht arbeiten, sondern spielen. Sowas soll uns regieren?

Fazit

Wissen Sie, wie das klingt? Das klingt nach kranken mittelalterlichen Monarchen oder nach geltungssüchtigen Diktatoren, aber nicht nach Demokratie.

Also ich kann das Lied nicht mehr hören und wollte das hier in kleinem Kreise nur mal gesagt haben.

 

P.S. Das Kinder auch positive Seiten haben, versteht sich von selbst. Ich mag Kinder wirklich sehr. Aber ich möchte nicht von Ihnen regiert werden. 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 01:24 Uhr
 

Gibt es qualitatives Fernsehen?

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Aufgrund einer aktuellen, heftigen Diskussion, in die ich gestern involviert war, habe ich nachfolgende Tabelle erstellt.

Der Diskurs erspann sich über das Thema "Qualität im Fernsehprogramm". Mein Diskussionspartner ereiferte sich und ließ sich schließlich unbelehrbar und dogmatisch zu folgender These hinreißen: "Im Fernsehen kommt ausschließlich Mist, man kann nichts mehr ansehen."

Auf meine Entgegnung mit der gängigen These "Fernsehen macht kluge Leute klüger und dumme Leute dümmer", antwortete mein Opponent entrüstet, dies könne schon aus diesem Grunde nicht sein, weil wirklich überhaupt nichts sehenswertes zu finden sei. Er jedenfalls verweigere sich dem Medium mittlerweile völlig, denn er könne sich nicht vorstellen, vernünftige Sendeformate vorzufinden.

Nun, dass das Niveau der TV-Landschaft stetig sinkt und der aktuelle Qualität erschreckend ist, wird wohl niemand bestreiten, aber die Befürchtung überhaupt nichts sehenswertes vorzufinden ist natürlich hanebüchener Unsinn. Solcher subjektiver Unfug entsteht zwar aus - psychologisch gesehen - noblen Gründen (Bildungsbürgerlicher Erhöhungswunsch oder vorauseilende "politische" Korrektheit, sozialer Abgrenzungswunsch o.ä.), dennoch muss dem natürlich mit vehementer Wahrheit widerpart geboten werden.

Wenn wir die Möglichkeiten des Kabelfernsehens oder des Satelliten-Empfanges in Betracht ziehen, welches wir wohl als Standard voraussetzen können, dann stehen doch sicherlich mindestens 30 Programme zur Verfügung. Mit begeisterndem Interesse und heiligem Eifer sollte es doch möglich sein inmitten dieser Vielfalt - so vernichtend auch ihre Gesamtqualität sein sollte - ein paar "Körnchen" herauszupicken.

Um dies zu objektivieren und induktiv-empirisch zu belegen, habe ich mich spontan entschlossen den vergangenen "Fernsehtag" nächtens auszuwerten und hier als Tabelle anzubieten.

Um gleich eins vorwegzunehmen, ich habe ein wahres Füllhorn an interessanten Sendungen vorgefunden, obgleich ich versucht habe wirklich nur hochwertige Formate zu finden.

Übrigens habe ich sämtliche Nachrichtensendungen und viele, viele täglichen Info-Sendeformen mit aktuellen Themen weggelassen, wie z.B. Drehscheibe Deutschland, Maybrit Illner, Markus Lanz, Kontraste, Kerner, Ländermagazin, Abenteuer Leben, nano, Kulturzeit, Hauptsache Kultur, Planet Wissen, daheim & unterwegs usw., usw., usw.

Weder habe ich hochkarätige Sportveranstaltungen dieses Tages erwähnt, wie die nordische Ski-WM, Fußball-Europa-League und Snooker Champion-Ship, noch irgendeine Musiksendung oder einen Krimi. Diese Formen wären noch sehr diskutierbar, aber ich denke aufgrund der Menge der von mir erfassten Sendungen echt unnötig.

Zu erwähnen wäre schließlich noch, dass sich meine Daten auf den regulären Programmankündigungen der Sender stützen und kurzfristige aktuelle Japan-Berichterstattungen nicht berücksichtigen. Es wird sozusagen ein Betrieb im "Normalfall" beobachtet.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 01:23 Uhr
 

Fakten Fakten Fakten Februar 2011

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Fakten Fakten Fakten  Februar 2011

Ich hab' mal ein klein wenig in meinem Archiv geblättert, will sagen, einem Papierhaufen von beachtlicher Höhe, in dem ich einen Monat lang so Sachen wie Zeitungsausschnitte, rausgerissene Seiten aus Magazinen und Illustrierten und viele Internetausdrucke oder handschriftliche Kritzeleien gestapelt habe. Ich mal das wichtigste zusammengefasst und aufgeschrieben. Wenn gewünscht, mache ich das zur monatlichen Einrichtung. Überlege mir noch ein besseres Sortiersystem. Viel Spaß mit dem "Kessel Buntes"!

Analphabetismus

In Deutschland gibt es mit 7,5 Millionen Menschen fast doppelt so viele Analphabeten wie bisher gedacht. Sie können keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben. Davon scheitern zwei Millionen auch an einzelnen Sätzen und 300 000 Menschen an einzelnen Wörtern. Dies belegt eine Berliner Studie vom 28.Februar.

Lothar Matthäus

Nach der Scheidung von seiner vierten Frau Liliane bekennt sich Fußballlegende Lothar Matthäus (49) zu seiner neuen Liebe Ariadne (21). Er wünsche sich zudem, noch einmal Vater zu werden. Matthäus kennt Ariadne seit drei Monaten. Gute Nacht, Verstand.
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Academy-Award

Bei der Oscar-Verleihung 2011 bewahrheitete sich wieder einmal die alte Faustregel: "Willst du den Oscar gewinnen, musst du einen Behinderten oder einen Boxer spielen!" So kam es diesmal Ende Februar zum spannenden Duell zwischen Colin Firth, der in "The King's Speech" den sprachbehinderten englischen Monarchen Georg VI. interpretiert, und Christian Bale, der in "The Fighter" einen Boxer mimte. Aber, Oh, Überraschung, beide durften einen Oscar mitnehmen, einmal für die beste Hauptrolle, einmal für die beste männliche Nebenrolle. Die Deutschen gingen wieder mal Leer aus, selbst bei unseren geliebten Nieschenoscars wie beste dritte Kamera im Dokumentarzeichentrickfilm oder so ähnlich. Verlierer des Abens wurde der Western 'True Grit" der Coen-Brüder. Er hatte zehn Nominierungen aber ging komplett leer aus. Blöd!

Zeitarbeit

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes können Zehntausende von Leiharbeitern gleiche Entlohnung wie die Stammbelegschaft im Unternehmen einfordern. Alle seit 2003 von der Tarifgemeinschaft Christlicher Zeitarbeitsgewerkschaften (CGZP) abgeschlossenen Tarifverträge sind unwirksam.

Deutschland Reiseland

Das Reiseland Deutschland feiert einen neuen Rekord: Im Jahr 2010 haben soviele Gäste in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben übernachtet wie noch nie. Für Häuser mit mehr als 9 Betten wurden 380,3 Millionen Übernachtungen gezählt, von denen der Hauptanteil mit 320 Millionen auf Gäste aus dem Inland entfiel. Die Steigerung brachten aber vor allem Touristen und Geschäftsreisende aus dem Ausland, deren Zahl um 10 Prozent auf 60,3 Millionen stieg. Insgesamt betrug das Übernachtungsplus im Vergleich zu 2009 rund 3 Prozent. Statistisches Bundesamt Wiesbaden im Februar.

Motivation am Arbeitsplatz

Laut einer aktuellen Gallup-Studie haben 20 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland bereits innerlich gekündigt.

Krankenkassen

Wieder etwas aus der Twighlight-Zone, aus dem Bereich der Phänomene. Zu Zeiten der großen Koalition galt der hehre Grundsatz, wonach 30 bis 50 Krankenkassen in Deutschland ausreichen sollten. Nun erschüttert der Bundesrechnungshof diese Rechnung nachhaltig. Eigentlich sollte die Fusionswelle der Kassen zu einer Minimierung der Kosten führen. Im Jahre 1992 gab es 1367 verschiedene Krankenkassen, im Januar 2011 nur noch 148 Kassen. Doch jetzt wurde ermittelt, dass Fusionen erhebliche zeitliche und personelle Ressourcen binden und zu keinen deutlichen Synergieeffekten führen und sie seien mit erheblichen, zum Teil dauerhaften zusätzlichen Aufwendungen verbunden. Demgegenüber stünden nur geringe Einsparungen gegenüber. Häufig stiegen die Netto-Verwaltungskosten durch zusätzliche Reisekosten der Mitarbeiter, Abfindungen oder erhöhte Vergütungen der Kassenvorstände, teure Beraterhonorare sowie durch Fortbildungen. Fusionen seien Kostentreiber. Sauber! Quelle: Focus, Februar

Bob Geldorf

Fasste im Februar die Quintessenz aus einem Musikerleben in einem Satz zusammen: "Das Tolle an einer Rock'n'Roll-Band ist, dass die Frauen Schlange stehen."

Der Deutsche Durchschnittsmann

Laut Statistischem Bundesamt heißt der Deutsche Durchschnittsmann Thomas oder Michael, er ist 42 Jahre alt und 1,79 Meter groß. Er ist dunkelblond und 82 Kilogramm schwer. Er heiratet mit 33 Jahren und wird mit 35 Jahren Vater, aber mit 44,5 Jahren lässt er sich wieder scheiden. Er hat Fachhochschul- oder Hochschulreife, verdient monatlich 3430 Euro brutto und spricht zwischen 4000 und 12000 Wörter pro Tag. Jedes Jahr isst er 60 Kilogramm Fleisch, hat 11 Erektionen am Tag und braucht bei 13 Sexpartnern in seinem Leben 4 Minuten zum Orgasmus.

Nachfolgerin von Lady Gaga

In ihrer jährlichen Prognose für das Musikjahr 2011 prophezeiten die britischen BBC-Kritiker der Sängerin Jessie J eine Weltkarriere. Und die 22jährigen Britischen Sängerin gibt sich gleichzeitig recht selbstbewußt. Gefragt nach ihren Zielen für dieses Jahr nennt sie ein Nummer-1-Album und ein Duett mit Leona Lewis. Sie will den nächsten großen Hit für Britney Spears und ein Musical schreiben. Ihre erste Single heißt: "Do It Like A Dude".

Demokratie-Zeugnis

Im neuen Democracy-Ranking 2010 bei dem es darauf ankommt, die Menschenrechte zu waren, faire Wahlen und Investitionen in Bildung und Gesundheitswesen zu fördern, ergaben sich folgende Reihenfolgen.

Die besten zehn Demokratien: Norwegen, Schweden, Finnland, Schweiz, Dänemark, Neuseeland, Niederlande, Irland, Deutschland und Großbritannien.

Die schlechtesten zehn Demokratien: Äthiopien, Zentralafrika, Nigeria, China, Sambia, Niger, Gambia, Burkina Faso, Kenia, Uganda.

Apropos Doktortitel

Die Technische Universität Dresden sorgt sich um ihren Ruf. Das als Verein geführte Institut für postgraduale Bildung, kurz Eipos, vermittelte gegen eine Gebühr von zuletzt 27600 Euro Interessenten für eine Promotion an meist osteuropäischen Universitäten, etwa in Bratislava. Weil der TU Dresden im laufenden Rennen um einen Elitetitel bei der Exzellenzinitiative des Bundes die Eipos-Machenschaften unangenehm wurden, zwang die TU die Doktormacher, ihr Geschäft "bis Ende des Jahres" einzustellen.

Snooker

Bislang waren die Briten die Supermacht im Snooker, nun sind die Chinesen dabei, sie abzulösen. Heute spielen in China etwa 50 Millionen Menschen Snooker, mehr als im Rest der Welt, es gibt Hunderte Snooker-Clubs in jeder größeren Stadt - in Peking sind es etwa 800, zum Teil mit bis zu 100 Tischen. In China wird Snooker an Schulen unterrichtet, und als im Februar das Finale des Masters in Wembley live im Fernsehen lief, schalteten hundert Millionen Chinesen ein. Zum ersten Mal standen sich bei einem bedeutenden Turnier zwei Asiaten im Endspiel gegenüber: Ding Junhui aus Yixing bei Shanghai besiegte Marco Fu aus Hongkong. Champion Ding wird von vielen Experten als kommender Weltmeister gehandelt.

Staatsfinanzen

Erstmals in der Geschichte der Schuldenrepublik Deutschland haben im Februar unerwartet Landesverfassungsrichter den Nachtrags-Schuldenhaushalt in NRW gestoppt. Überraschend kippten sie den Etat der rot-grünen Koalition unter der Düsseldorfer Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) per einstweiliger Verfügung. Die Politik muss dem Recht weichen.

Kulturfernsehen

Das ZDF stellt das Literatur-Magazin die "Vorleser" ein. Bildung scheint nicht mehrheitsfähig zu sein. Auf zum nächsten Dschungelcamp. Quelle:TV-Spielfilm

Frauenquote

Die Mehrheit der Bundesbürger lehnt die Einführung einer verbindlichen Frauenquote von mindestens 30 Prozent in Spitzenpositionen von Unternehmen ab.Nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag der BamS befürworten 87 Prozent, dass sich Frauen künftig ebenso stark auf ihre berufliche Karriere konzentrieren wie Männer. Eine verbindliche Frauenquote lehnen 56 Prozent ab, 41 halten sie für richtig. Jedoch glauben 53 Prozent auch nicht, dass der Frauenanteil in den Vorständen auf freiwilliger Basis deutlich gesteigert werden kann. (dpa.)

Zapfsäulen

Knapp zwanzig Prozent der Zapfsäulen an bayerischen Tankstellen sind nicht geeicht. Thomas Weberpals, Leiter des bayerischen Landesamtes für Maß und Gewicht sagt, dies liege am mangelnden Personal. Immer wieder würden Einstellungsstopps verhängt, obwohl sich das Personal verringere. Heute verfügten die 13 bayerischen Eichämter über 100 Beschäftigte weniger als vor 15 Jahren. Nur noch 250 Menschen seien heute beschäftigt. Sie seien schlicht überfordert.

Bauer sucht Frau

Ein paar Fakten zu der Fernsehsendung: Für jede Drehwoche bekommen die Bauern 3000€. Für zusätzliche Drehtage gibt es 350€. Die Frauen erhalten als Aufwandsentschädigung ebenfalls 350€. Die Bilanz nach fünf Staffeln "Bauer sucht Frau": Fünf Hochzeiten, zwei Verlobungen, drei Babys. Die Sendung basiert auf dem britischen Format "The Farmer Wants a Wife" und wird in 15 Ländern gezeigt. (RTL)

Annahmepflicht

Die Annahmepflicht für Papiergeld geht zurück auf das Jahr 650, als der Kaiser von China das Papiergeld einführte, um trotz leerer Staatskassen Krieg führen zu können. Das an Gold- und Silbermünzen gewöhnte Volk traute den Scheinen allerdings nicht und musste zur Akzeptanz des neumodischen Zahlungsmittels gezwungen werden. Die Annahmepflicht, nach der jeder eine Geldschuld mit einem gesetzlichen Zahlungsmittel begleichen kann, gilt bis heute. Auch in Deutschland. (ZEIT)

Guido Westerwelle

Westerwelle im Februar: Unser außenpolitischer Großkenner wird von der Vergangenheit eingeholt. Der ägyptische Despot Mubarak sei ein „Mann mit enormer Erfahrung, großer Weisheit und die Zukunft fest im Blick“, hatte Westerwelle etwa noch vor weniger als einem Jahr gesagt. Naja, mittlerweile ist er ja zurückgerudert und behauptet das Gegenteil. Jetzt behauptet er sogar: "Demokratie ist der beste Weg zur Stabilität". So wird Politik gemacht.

McDonald's

Die Fast-Food-Kette will verstärkt auf Gemüse, Geflügel und Kaffee setzen und damit vor allem Frauen und junge Menschen für Fastfoot gewinnen. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen die Erlöse in Deutschland um 3,7 Prozent auf einen Rekordumsatz von über drei Milliarden Euro steigern, obwohl die Verbraucher immer seltener essen gehen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern ein weiteres Umsatzplus von drei bis fünf Prozent. Dabei brummt das Geschäft mit Kaffee. (dpa.)

Dieter Janecek

Der 34jährige Chef der bayerischen Grünen kritisierte die Teilnahme von Thilo Sarrazin ("Deutschland schafft sich ab") an einer Islam-Tagung in Tutzing. Er verstehe nicht, wieso Sarrazin Gelegenheit zur Verteidigung seiner Thesen bekomme. Genau, so ists richtig. Gleichschaltung und Abschaffung der Rede- und Meinungsfreiheit. Weiter so Janecek. Für die "gute" Sache kann man schon mal Menschenrechte abschaffen.

Wolfgang Böhmer

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Böhmer (75, CDU) kommentierte die Zugkatastrophe in seinem Bundesland so: "Es muss wahrscheinlich ein Haltesignal überfahren worden sein. Denn, dass zwei Züge aufeinanderfahren, geht aus den normalen Fahrpänen nicht hervor." Hoffentlich bleibt ihm sein zynismus im Halse stecken. Quelle: BILD

Gorch Fock

Was für ein Chaos um die Ermittlungen beim Unglück der Offiziersanwärterin Sahra auf der Gorch Fock. Nachdem Marine-Inspekteur Axel Schimpf vor dem Verteidigungsausschuss des Bundestages ein Obduktionsgewicht von 83 Kilo bestätigt hatte, stellte sich heraus, dass die in Brasilien für den Transport mit 20 Kilo Formaldehyd konservierte Leiche nicht richtig berechnet wurde. Ich glaube, für eine Autopsie sollte man lieber die seit Februar steuerpflichtigten Dienste rumänischer Hexen in Anspruch nehmen, bevor man Bundeswehrärzte auf die Leichen losläßt, so scheint mir die Wahrscheinlichkeit eines objektiven Ergebnisses höher.

Wetter

Am 23.Februar verkündet Diplom-Meteorologe Dominik Jung, dass ab Mitte März die Temperaturen klettern, Ende März Bundesweit bis auf 18 Grad. Im April ein freundlicher, trockener Start bis zu 25 Grad, Sonne! Quelle: Wetter.net

Renate Künast

Zu guter Letzt noch eine Aussage der Grünen-Fraktionschefin Renate Künast. Zum Thema Frauenquote sagte sie in einem Interview mit der BamS Anfang Februar: "Na klar, ich bin eine Quotenfrau. Im Übrigen: Auch Frau von der Leyen ist eine Quotenfrau, und auch Angela Merkel war eine Quotenfrau." Na, hier haben wir doch gleich wieder drei stichhaltige Gründe gegen die Quote!!

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 01:22 Uhr
 


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