Die große Krise – wird China der Gewinner?

Nachdem sich die Weltwirtschaft und das Weltfinanzsystem - aller Propaganda zum Trotz – unweigerlich dem Abgrund nähern, wird viel darüber diskutiert, ob China als „Gewinner“ eines Crash der Systeme hervorgehen könnte. Während die einen glauben, dass China aufgrund seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nach einem Crash eine Führungsrolle übernehmen wird, andere, dass es die immens aufgestockten Goldreserven China ermöglichen werden diese Führungsrolle einzunehmen, glauben Dritte, dass China aufgrund seiner Devisenreserven die Fäden in der Hand hält. Das alles halte ich, mit Verlaub, für wenig realistisch.

 

Chinas Wirtschaft ist zweifellos sehr stark geworden. Doch diese Wirtschaft, die auf Export basiert, ist nur solange stark, solange es genügend Staaten gibt, die chinesische Waren importieren. Dies dürfte nach einem Crash nicht mehr der Fall sein. Die fehlenden Abnehmer chinesischer Waren werden sehr schnell für einen Kollaps der Banken in China sorgen, denn auch dort „regiert“ - wie überall – das Schuldgeldsystem, das dann keine Nachschuldner mehr finden wird.

Anzunehmen, seine Goldreserven würden China nach einem Crash eine Führungsrolle bescheren, setzte voraus, dass sich die Welt dazu entschließen würde, mit physisch vorhandenem Gold hinterlegte Währungen einzuführen. Warum sollten sich Staaten, deren Goldreserven sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf virtuellen Besitz beschränken, dazu entschließen, mit Gold hinterlegte Währungen einzuführen?

Die Devisenreserven Chinas werden auch nicht zu dessen Aufstieg beitragen. Nach einem Crash wertlos gewordene Devisen werden nicht zu einer Vormachtstellung Chinas beitragen.

Chinas Chancen, aufgrund Wirtschaftsleistung, Gold- oder Devisenbesitz zur Weltmacht Nummer eins zu werden, sind äußerst gering. Dieses Ziel lässt sich, wie immer in der Geschichte der Menschheit, nur auf militärischem Weg erreichen. Der Weg zu diesem Ziel ist – traurigerweise – vorprogrammiert. Schon längst werden die Vorbereitungen für den unvermeidlichen Konflikt mit den USA und seinen Verbündeten, auch wenn der Fokus der Öffentlichkeit auf andere Brennpunkte gerichtet wird, getroffen. Die Frage, wer auf diesem Planeten zukünftig das Sagen haben wird, wird im asiatisch-pazifischen Raum militärisch entschieden. Welche Rolle Russland, das sich im Ernstfall als am unabhängigsten erweisen wird, spielen wird, ist noch unklar. Ein Verbündetet der USA wird es aber wohl kaum werden.

 

Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.

 


Kommentare   

 
+1 # bruno 2014-02-17 08:02
beim Systemcrash gib es keine Gewinner.
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+1 # Gregor 2014-02-17 08:05
Warum sollte eine exportstarke Nation nicht wirtschaftlich florieren.Andersher um kann eine Nation,die nur über den eigenen Konsum läuft auch nicht punkten,siehe USA.Ich glaube kaum,daß die alten Industrienationen nach einem Crash noch die Macht haben,irgend etwas nicht einzuführen,wie den Goldstandart.Kein Bürger würde ihnen jemals noch einmal das Vertrauen schenken mit Fiatgeld.Und die Priorität auf eine militärische Auseinandersetzung finde ich sehr gewagt.Die USA sind ausgelaugt und finaziell am Ende,keine Nation würde ihnen mehr einen Krieg bezahlen.Ich bin der Meinung,daß China eine junge Nation ist,die alle Trümpfe in der Hand hält.
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+1 # Peter 2014-02-17 10:17
Hallo Gregor,

der Export und damit die Wirtschaft einer Nation kann eben nur dann florieren, wenn es im Ausland genügend Abnehmer für die produzierten Exportgüter gibt. Noch kann China, aufgrund niedriger Produktionskosten, sehr viel exportieren. Da die Kaufkraft der "westlichen Welt" aber zunehmend sinkt - deren öffentliche und die private Verschuldung zeichnet dafür Verantwortlich - wird der Export Chinas leiden. Schlimmer noch, die chinesischen Exportgüter werden mit wertlosen Dollars bezahlt, China verschenkt - wie Deutschland seine Waren an die EU-Staaten - mehr oder weniger. Eine einbrechende Wirtschaft wird sehr schnell zu sozialen Spannungen in China führen. Zugleich entsteht in China eine Kreditblase www.moneynews.com/StreetTalk/China-Record-Credit-Growth/2014/02/16/id/553085 die es in sich hat und auch westliche Banken in die Bredouille bringen wird.
An einen Goldstandard glaube ich deshalb nicht, weil sich mit einem solchen Macht nicht so problemlos konzentrieren lässt wie mit einem ungedeckten Schuldgeldsystem.
Die USA sind ohne Frage ausgelaugt und finanziell am Ende. Man darf aber nicht vergessen, dass ein Krieg noch immer der beste Konjunkturmotor war und ist.

Viele Grüße
Peter
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+2 # Gregor 2014-02-17 16:09
Hallo Peter,
ich gebe Dir in Deinen Argumenten Recht,sie müssen es auch verkaufen können und Geld dafür bekommen,nur bisher lief es für die Chinesen auch sehr gut und man konnte wie Deutschland die Konjunktur ankurbeln.Ich wollte nur damit klarstellen,daß das Modell Eigenkonsum in den USA auch kein Brüller ist.Beim Goldstandart glaube ich auch nicht an die Einführung,aber etwas Ähnliches,denn wir müssen uns darüber im Klaren sein,daß das bisherige System keinen Bestand hat und Gold ist nun mal das mir bekannteste und vertrauenswürdigste Wertaufbewahrungsmi ttel,das ich kenne.
Zum Krieg kann ich sagen,daß die USA in den letzten Jahrzehnten,die Nation war,die wirklich kein Scharmützel ausließ,aber ihre Konjunktur nahm dabei keinerlei Aufschwung.Wenn ein Krieg sich bezahlt machen soll,muß am Ende immer einer bezahlen.Entweder gibt es keinen,der genug Geld hat oder es ist China und Rußland über die wir hier sprechen und davon möchte ich den USA in ihrem ureigensten Interesse dringenst abraten,denn dabei könnten sie sich auch verheben.
Viele Grüße Gregor
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+4 # normalo 2014-02-17 09:12
Ein Punkt wurde aber nicht angesprochen. Ich bin der Meinung, dass Chinas Macht allein aus dem inneren der Gesellschaft heraus entschieden wird. Kommt es nach einem weltweiten Crash in China zu einem Bürgerkrieg und das Land sich selbst zerstört, dann hat China verloren.Kommt es zu keinem Bürgerkrieg, wird China eines der ersten Länder sein, dass mit seinen billigen Arbeitskräften empor steigt. Europa wird der größte Verlierer in solch einem Szenario sein. Ich wüsste nicht wie die EU sich nach einem Resset (Neuanfang bei NULL)noch einmal hochziehen will.
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-1 # Rene Gade 2014-02-17 09:53
Alle die meinen es geht nach einem Crash
so weiter sollten sich auf ein Mad Max
Ereignis einstellen. Die heutige Wirtschaft
ist so verzahnt und spezialisier das Domi-
noeffekte auftreten.zB. Bankautomat- kein
Bargeld- Lebensmitelplünderu ngen ec., Chaos, Ausfall Stromnetz- dann Ausfall von
Wasser, Benzin, Verkehr, Lebensmitteltrans-
port, Telefon, Internet bis zur Notschlach-
tung von Milchkühen da nicht mehr gemolken
werden kann, chemische Anlagen, Hochöfen
ec. fallen aus usw, das kann auch nicht
mehr so einfach rückgängig gemacht werden.
Also einfach ein weiter so unter anderen
Rahmenbedingungen würde vieleicht klappen,
aber nur ohne den Menschen. Wer gibt denn
seine Macht und Privilegien freiwillig ab.
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0 # Leander 2014-02-17 10:45
Klar, seit Jahren nähert sich die Weltwirtschaft dem Abgrund und 2014 ist es nun aber ganz bestimmt soweit!

Seit Jahren lese ich solche Prophezeiungen, mal mehr mal weniger mit guten Argumenten belegt. Und ich bin mir sicher, dass ich nächstes Jahr um diese Zeit hier rein schauen kann und es ist alles, wie gehabt: die Welt "kurz vor dem Absturz" ins totale Chaos...
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+1 # Nordlicht 2014-02-17 17:47
Kennst Du den Witz von dem Mann, der im 100. Stockwerk aus dem Fenster fällt?
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