Guter Westen – böser Rest

Leider musste ich mir in den letzten Tagen wieder öfter anhören, dass Putin nichts anderes als ein Schwerstkrimineller sei, der in die Krim einmarschierte (mit wie vielen Land-, Luft- und Seestreitkräften konnte mir allerdings niemand sagen) und dass, sollte der Konflikt in der Ukraine zu einem Krieg zwischen Russland und der Nato eskalieren, er, Putin, die alleinige Verantwortung dafür zu tragen hätte. Als Beweise für die absolute Bösartigkeit Putins wurde unisono angeführt, dass er den größten Anteil der russischen Bevölkerung in bittere Armut geführt hat, alle Homosexuellen und Kritiker seiner Politik verhaften lässt und rebellierende junge Frauen – Pussy Riot – in Arbeitslager verfrachtet. Selbstverständlich waren all jene, die mir solcherlei Aussagen an den Kopf warfen, vollkommen davon überzeugt, genauestens über das Weltgeschehen Bescheid zu Wissen. Schließlich werde man von den Nachrichtensendungen der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten ausreichend informiert.

 

Ehrlich gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass es noch Menschen gibt, die vom innen-, außen- und geopolitischem Geschehen der letzten Jahrzehnte bis zum heutigen Tag nicht den Hauch einer Ahnung haben. Besser gesagt, ich hätte nicht geglaubt, dass es noch Menschen gibt, deren Konditionierung so perfekt gelang, dass jeder Versuch sie zum eigenständigen Denken zu verleiten sinnlos ist. Das Dogma vom guten Westen und bösen Osten ist fest in den Köpfen dieser Menschen verankert. Zu verurteilen sind diese Menschen nicht, sie sind Opfer ihrer anerzogenen und auch bequemen Unfähigkeit, Geschehnisse objektiv zu beurteilen. Sie sind Opfer ihrer Leichtgläubigkeit und schier bedingungslosen Hörigkeit gegenüber einem System, dass sie selbst, zumindest intuitiv, nicht gutheißen. Den Vorwurf, sich nicht dazu aufraffen zu können, Gegenargumente zu überdenken und zu überprüfen und bewiesene Tatsachen zu ignorieren, müssen sich diese Menschen aber gefallen lassen. Denn niemals war es leichter als heute, sich zu informieren.

Während ich mich niemals erdreisten würde, an einer Diskussion über die Taktik eines Jogi Löws beim Spiel gegen Portugal, die USA oder wen auch immer auch nur teilzunehmen - ich habe halt so gut wie keine Ahnung von Fußball – scheuen diese Menschen nicht davor zurück, wirtschafts-, finanz- und geopolitische Themen zu diskutieren, ohne auch nur über elementarstes Wissen darüber zu verfügen. Solche Diskussionen verlaufen dann auch immer gleich und dienen nur dazu, den Anschein zu erwecken, man sei an Politik interessiert und verfüge über politisches Wissen. Dieses Wissen beschränkt sich allerdings nur auf die Schlagzeilen der gleichgeschalteten Mainstream-Medien der letzten zwei Wochen. Munter diskutieren sie über Freiheitskämpfer hier und Terroristen da und steigern sich gegenseitig genüsslich in Hasstiraden gegen jene hinein, die ihnen die Mainstream-Medien gerade als Feind präsentieren. Ihr Weltbild vom guten Westen, der sich aus den USA und ihren knapp 30 Vasallenstaaten zusammensetzt und den bösen übrigen 165 (eine Zahl die ihnen unbekannt ist) Staaten ist unverrückbar. Dass die USA seit dem zweiten Weltkrieg mehr als 100 Militäreinsätze und Kriege bestritten, in rund 760 Stützpunkten in 39 Ländern Soldaten stationiert haben und Regierungen, die sich der Dollarhegemonie widersetzten mit Hilfe ihrer Geheimdienste, des IWF und der Weltbank wegputschten oder unter ihre Kontrolle brachten ist ihnen unbekannt. Dass die USA und Europa die Verantwortung für den Konflikt in der Ukraine zu übernehmen haben, das grenzt für sie an Blasphemie.

Da diese Menschen nicht einmal die unübersehbare, gegen den Rest der Welt gerichtete aggressive Expansionspolitik der USA erkennen können, ist es nur verständlich, dass sie sich die Folgen dieser Politik nicht vorzustellen vermögen.

Es ist besorgniserregend und traurig, zu sehen, dass sich auch heute noch so viele Menschen dazu instrumentalisieren lassen, die Interessen derer zu vertreten, die ihnen den größtmöglichen Schaden zufügen. Deprimierend ist es, wenn diese Menschen ihre Überzeugung nur mit einem Argument untermauern können, mit Aggressivität. Schockierend ist es, wenn man erkennt, dass nicht wenige dieser Menschen aufgrund ihrer Hörigkeit eine Waffe auf andere Menschen richten würden.

Sich auf Gespräche mit solchen Menschen einzulassen hat aber auch etwas Gutes. Sie lehren einen, dass es an der Zeit ist, das Sprichwort „der Klügere gibt nach“ endgültig zu entsorgen.

 

Zum Schluss möchte ich noch einmal betonen, dass ich mit diesem Beitrag niemanden verurteilen oder verdammen will, ich wollte nur darauf hinweisen, dass es noch viele Menschen gibt, deren Überzeugung weder mit Argumenten, Fakten noch Beweisen beeinflusst werden kann.

 

 

Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.,

 


Kommentare   

 
0 # Jeserich 2014-07-07 23:32
"Ehrlich gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass es noch Menschen gibt, die vom innen-, außen- und geopolitischem Geschehen der letzten Jahrzehnte bis zum heutigen Tag nicht den Hauch einer Ahnung haben."

Das IST aber so. Ich habe es viele Male erlebt und das sogar verstärkt bis heute im Zeitalter des Internets. Sie blocken sofort ab, ohne einen Hauch von sachkundigen Gegenargumenten.

Walter Lippmann (amerikanischer Journalist, Chefredakteur der "New York World" und Korrespondent
der "New York Herald Tribune"): „Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug
gefunden hat in die Geschichtsbücher der Besiegten und von der nachfolgenden Generation geglaubt
wird, kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden.“

Nicht nur haben die Deutschen die Lügen und Halbwahrheiten der von den Siegern geschriebenen Geschichte verinnerlicht, sie sind der verlängerte Arm dieser, indem sie ("im Kampf gegen Rechts" jeden, an die Öffentlichkeit gehenden volkstreuen Deutschen verfolgen und verfemen. Politiker, Antifa, Justiz, Medien und Kirchen sind dabei alle unter einer Decke, jeglichen nationalen Gedanken und deutsches Volkstum im Keim zu ersticken.

Auf dem Hans Püschel Blog wird übrigens ebenfalls darüber kommentiert. Z.B.:

"Die Deutschen haben es mit sich machen lassen; sogar die Kriegsgeneration!
Und sie haben es sogar begünstigt. Ja…. unterstützt.
Dabei sollte berücksichtigt werden, daß Kluge Dumme und Alte Junge vor Torheit zu schützen bzw. resistent zu machen haben.
DAS Volk hat gemerkt, was vorging; und weiß es auch heute. Und will es! Aus niedrigen Beweggründen.

Sie sind nicht blauäugig, sondern degenerierte, perverse, korrupte, feige, mit Fremdidentitäten, aus der organischen Hierarchie und der Generationenfolge ausgestiegene, bequemliche und selbstsüchtige, hedonistische und narzistische Verbrecher! Dazu ideologisch falsch und sozialtheoretisch(- ethisch) deformiert.
Und verlogen und heuchlerisch bis in die letzte Zelle ihrer verdorbenen Körper.
Sollte aber das ein oder andere die Folge von Unwissenheit sein, so sind sie schuldig an ihrer Unwissenheit als Folge ihrer Existenz."

http://www.hans-pueschel.info/politik/ist-freyburg-gefallen.html#comment-31915
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0 # Friedland 2014-07-08 01:21
Dieses ganze Geschimpfe und Aufgeregtsein über den Nachbarn von nebenan ist letztendlich Selbstbeschäftigung , bringt nichts, führt zu nichts. Die Zustände ändern sich nicht, wenn man sie dieser Art behandelt. Also bitte, etwas konstruktives, handfestes und nochmals, keine Griffelwichserei. Diese Art Kommentare gibt es mittlerweile zu hunderten, ich kanns nicht mehr lesen! Und bitte den Beweis antreten, daß man es besser kann, als die die man beschimpft.
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0 # Tyler 2014-07-08 16:36
Ich denke, diese Phase haben sicherlich alle, oder zumindest die allermeisten der erwachten/erwachend en Menschen gemacht. Man kann ihnen das Geschimpfe, zumindest temporaer, gar nicht veruebeln.

Ich erinnere mich noch an die Gefuehlswallungen, die mit meinem Verstaendnisprozess einhergingen. Und dann ist der Punkt schnell erreicht, wo man denkt: Leute, seht ihr das denn nicht? Die Wahrheit, wie sie glasklar vor euch steht - wie koennt ihr sie nur NICHT sehen?

Dann ist man eine Weile Feuer und Flamme, aber sprichwoertlich, und moechte die ganze Welt bekehren. Und dann stellt man auch zuegig fest: die Welt ist z.T. sehr bekehrungsresistent und moechte davon zumeist gar nichts wissen.

Das ist dann der Punkt, wo man verschiedene Optionen hat: von schimpfen, ueber andere zu missionieren, einen Blog aufmachen, ein Buch schreiben, auf die Montagsdemos gehen oder resignieren...

Auf jeden Fall ist das Geschimpfe und die "Griffelwichserei" aehnlich zielfuehrend, wie die Kritik daran. Was ist denn ausserdem "etwas konstruktives, handfestes" in diesem Zusammenhang?

Einen weiteren der mittlerweile Zillionen verfuegbaren alternativen Blogs aufzumachen oder ein weiteres der tausenden alternativen Buecher ueber Politik, Geldsystem und das korrupte Gesundheitswesen zu schreiben? Ist das nicht auch eine Art der "Griffelwichserei" - wenn man es so sieht?

Abgesehen davon finde ich den Kommentar von # Jeserich gar nicht mal schlecht, wenn auch etwas deftig ausgedrueckt. Auf seine Art traegt er seinen Teil dazu bei, Leute aufzuklaeren. Es ist wie mit verschiedenen vertriebstechniken - der eine Kunde/Leser reagiert eher auf pseudointellektuell es Geschwafel, der andere Kunde/Leser will gleich zum Punkt und nur harte Fakten haben :-)

viele Gruesse, und danke fuer den tollen Blog
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0 # Friedland 2014-07-08 22:17
Möglich, daß nicht alle Kommentare, die ich schreibe auch gelesen werden. Zumindest kann ich mich aber erinnern, am 6.07.2014 eine hinreichende Erklärung für das oben beklagte Verhalten mancher Deutschen Bürger geschrieben zu haben. Legt man das zugrunde und den zusätzlichen Umstand, daß große Teile der Deutschen immer noch als kriegsbedingt traumatisiert gelten, die bis in die dritte (!) Generation reicht, wird meine Mahnung, das Geschimpfe sein zu lassen, verständlich. Was konstruktiv sein könnte, habe ich ansatzweise auch in diesem Beitrag dargelegt, auf Wunsch kann ich dies gern vertiefen.
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0 # Tyler 2014-07-09 10:04
Hallo Friedland,

Natuerlich hatte ich deinen Artikel gelesen - wie immer ein toller Artikel. Ich bin ein begeisterter Leser des Dorfling-Blogs. Ich wollte selbst auch schon meine Dienste anbieten und Artikel schreiben, aber nachdem ich Ende letztes Jahr den ersten Nachwuchs bekommen hatte, fehlt mir nun an allen Ecken und Enden die Zeit, und stattdessen wechsele ich Windeln und kuemmere mich um die Familie. Wenn es etwas ruhiger wird, freue ich mich schon drauf, selbst auch wieder zu schreiben.

Du hast deine Vorschlaege in dem Artikel ganz korrekt in der Zukunft gehalten:

"Diese Maulhelden des Internet dürfen dann auch ihre Charakterstärke beweisen im Umgang mit jenen Menschen, die den veränderten Situationen nicht gewachsen sein werden. Statt Griffelwichserei wird zukünftig Mitmenschlichkeit gefragt sein, die sich durch lokale Selbsthilfegruppen in Form von Bürgervereinigungen zu den jeweiligen Problemfeldern bilden müssen, denn der bislang allmächtige Staat, den jeder von uns selbst verkörpert, wird seine Detailaufgaben wieder an die Bürger mangels Finanzen zurück geben müssen."

Das ist vermutlich alles richtig fuer die Zeit, die da kommen wird, aber im Moment gehen Mitmenschlichkeit und Selbsthilfegruppen einfach noch zwischen Fussball-WM, Harz4, Bier & Wuerste unter.

Nehmen wir z.B. die Menschen, die sich vorbereiten, und die vom Mainstream z.B. als Prepper regelmaessig verunglimpft werden (und in den USA gar als "Terroristen" betrachtet werden).
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0 # Tyler 2014-07-09 10:05
Teil 2 (@ Friedland):

Frueher hat sich die Frage gar nicht gestellt, ob man sich Essen zuhause bevorraten sollte oder nicht. Ja, es war gar eine Notwendigkeit.

In den letzten 60 Jahren aber nicht mehr - daher muss es erst zu der Situation kommen, dass Menschen vor einem leeren Supermarket stehen und nichts mehr bekommen, ja, dass sie verhungern muessen!

Selbst in der BILD und anderen Massenblaettern waren schon Artikel, die auf die Notwendigkeit von Vorraeten hinwiesen, einmal ganz abgesehen von vielen Prepper-Blogs. Mit welchem Ergebnis? Mit keinem.

Wie sagt man so schoen: wer nicht hoeren will, muss fuehlen (mit allen Konsequenzen). aber das ist auch sehr hart in Anbetracht der Tatsache, dass es u.U. ums nackte Ueberleben gehen wird.

Jedenfalls ist dein Ansatz super und wird, zu seiner Zeit, golden sein. Im Moment ist es evtl. noch wichtig, so viele Menschen wie moeglich auf so unterschiedliche Arten wie moeglich zu erreichen.

Noch eine Erfahrung aus einem anderen Blog, wo ich die Kommentare gelesen habe. Der Blogbetreiber hat auf einen unwissenden, frechen Kommentar schroff und unhoeflich geantwortet, ja schon richtig beleidigend. Ich dachte nur "so wird das nix". Aber im Ergebnis ist jede neue Antwort des Kommentators einlenkender geworden, wobei der Blogbetreiber bei seiner herablassenden Art geblieben ist. Im Ergebnis hat sich der Kommentator den neuen Informationen geoeffnet und hat sich sogar bedankt!! Also das sollte nicht die Norm sein, war aber in dem Fall sehr zielfuehrend.
LG Tyler
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0 # Jeserich 2014-07-08 20:08
Hallo Tyler,

der "deftige" Kommentar ist noch nicht mal von mir. Er findet sich (wie erwähnt) auf dem Hans Püschel Blog und stammt von von jemandem mit dem Pseydonym "Marc Thomas". Doch ist dieser Kommentar bezeichhnend für die totale Frustration über unsere mehrheitlich schlafenden, nicht-wissen-wollen den, feigen und egoistischen Volksangehörigen. Diese deftige, ja, schon brutal zu nennende Ausdrucksweise von Deutschen über Deutsche prallt m.E. an den vielen Micheln ab. Mit dem Hammer kommentieren, läßt zwar eigenen Dampf ab, verdampft jedoch alsbald.

Bei den noch vielen blauäugigen Deutschen, die es meiner Erfahrung nach auch gibt, die der oben genannte Kommentator jedoch wegen ihrer Unwissenheit und Ignoranz als nicht entschuldbar zur Seite wischt, hilft wohl noch am ehesten das Florett. Professor Robert Faurisson demonstriert in seinem Artikel "Die deutsche Tragödie", wie dies zu bewerkstelligen ist, bzw., wie man noch am ehesten die veschüttete Seele der umerzogenen Deutschen erreichen könnte:

http://robertfaurisson.blogspot.de/2014/05/die-deutsche-tragodie.html
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0 # Bernd Schulze 2014-07-10 11:19
Die Aussage von Walter Lippmann kann man nur noch unterstreichen. Die BRD mußte bei Erlangung der Souveränität Anfang der 50er Jahre - habe ich geschrieben Souveränität? ich meinte natürlich nur die Teilsouveränität, die volle Souveränität haben wir bis heute noch nicht - unterschreiben, daß wir bis zum Ende aller Tage an den Schulen und Universitäten lehren Deutschland habe den 1. und 2. Weltkrieg ohne Not vom Zaun gebrochen. Dazu kam noch Fischers Fritz, der von der deutschen Alleinschuld am 1. Weltkrieg schwafelte. Auswirkungen davon bis heute zu spüren durch die Veröffentlichung von Clarks Schlafwandlern. Meine Großeltern haben den ersten Weltkrieg aktiv mitgemacht, mein Vater den zweiten, sie sind alle zur Schule gegangen, konnten schreiben, lesen und rechnen. Es gab damals schon Zeitungen uns sie wußten genau wie es sich wirklich zugetragen hat. Von daher sind Verträge wie der Versailler Vertrag oder nachfolgende Erlasse wie die Auflösung Preussens als Hort der Reaktion und des Militarismus von ihnen nur mit Kopfschütteln quittiert worden. Sie waren allerdings seelisch zu traumatisiert um jetzt Anfang der 50er Jahre sich in einem Kampf gegen Windmühlenflügel zu engagieren. Was die USA, Land of the free, Hort der Demokratie angeht, so sollte man mal schauen seit wann das allgemeine Wahlrecht für alle gilt und ob es überall durchgesetzt wird. Ich find auch die Tatsache recht bemerkenswert, daß das letzte Jahr in dem auf der Welt Frieden herrschte das Jahr 1776 ist. Mir kann auch keiner erzählen, die USA hätten keine langfristigen Strategien - schon der Verlauf des ersten Weltkrieges ist hier recht deutlich: vor dem Krieg waren die USA einer der weltweit größten Schuldner - die Erschließung durch Eisenbahnen sowie ein großer Teil der Industrialisierung sind mit ausländischem/briti schem Kapital finanziert worden. Nach dem Krieg waren sie der größte Gläubiger. Sie haben übrigens erst dann in den Krieg eingegriffen, als sich die Mittelmächte sowie die Entente Ende 1916 Anfang 1917 auf einen Verständigungsfried en mit status-quo Bedingungen, teilweise sogar unter Aufgabe Elsaß - Lothringens einigen wollten. In diesem Fall hätten die USA ihre Kriegskredite abschreiben müssen, denn es hätte ja keinen Verlierer gegeben. Der Kriegseintritt der USA hatte tatsächlich nichts mit der 2 Jahre alten Lusitania - Versenkung zu tun. Auch ist nahezu unbekannt, daß Japan bereits im März/April 1945 die Kapitulation angeboten hat - man wollte den Russen aber mit der Atombombe noch die eigene technologische Überlegenheit demonstrieren. Ich könnte dies noch weiter führen, aber darüber sind schon Bücher geschrieben worden und die kann sich jeder zu Gemüte führen.
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0 # Observer 2014-07-10 17:11
Zunächst möchte ich mein ausdrückliches
Verständnis für alle bisherigen Kommentare
zum Ausdruck bringen von den "harten" bis zu den mitmenschlich formulierten.

Das fundamentale Problem unserer Zeit sind
die Luegen und Hetztiraden mit denen "wir"
seit 1914 leben und die teilweise schon seit
Generationen verinnerlicht wurden.
Darauf aufbauend hat ein Luegengespinst
entwickelt, das zu immer weiteren Luegen
führt.
Die "Geldluege" wurde ja am Weihnachtsabend 1914 quasi etabliert, die
weiteren fundamentalen Luegen muss ich hier wohl nicht nennen.
Die voellig verlogen dargestellte sogenannte "Russische Revolution" sei aber explizit erwähnt. Die Wirkungen reichen bis heute, werden aber nicht erkannt oder verschwiege.

20/11 ist ebenfalls eine Schlüsselstation.

Nicht nur die "deutsche Seele" wurde von diesen Luegen verunstaltet und leidet bewusst oder unbewusst, sondern auch die
Menschen anderer Nationen, wie Amerikaner
und Russen.
Immerhin kriegen über 40 Mio Bürger ihren
täglichen Napf in Suppenkuechen oder über
"Foodstams". Und es werden immer mehr.

Ein Teil der Luegen wird ja in alternativen?
Blogs dargestellt und aufklärerisch angeprangert. Oft auch dort nur Halbwahrheiten mit "schwarz/weiß" Charakter. Böser Westen, guter Osten oder vv.
Bei fundamentalen Luegen sind sie sich einig.

Auch die "Abwicklung" der SU, die Wiedervereinigung von D ohne Friedensvertrag (statt dessen die Luege von
2+4) und Aufrechterhaltung des Besatzungsstatutes und der Feindklausel in der UN, doch mit Zustimmung der Ex-SU bzw.
Russlands, sind doch keine "ehrlichen" glaubwürdigen Ereignisse. Vielleicht für
Einfaltspinsel.

All diese angedeuteten Luegen schwelen bösartig und zerstörerisch in den Gesellschaften weiter. Es wird auf gar keinen
Fall "reiner Tisch" gemacht werden...
Wo kämen wir da hin...

Der "Osten" ist genau so verlogen wie der Westen:

http://www.thesleuthjournal.com/russia-dominated-global-banks/

und

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/08/ukraine-kappt-militaer-zusammenarbeit-mit-russland/

Einen weitsichtigen und glaubwürdigen
Staatslenker stelle ich mir anders vor.

Die Luegen werden uns vielleicht daemmern,
wenn wir Gras fressen, die, die dann noch
übrig sind. Die anderen haben dann ohnehin
ausgesorgt, wie man so meint.
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