USA, die einzige Weltmacht – wie lange noch?

Unverkennbar verfolgen die USA* seit sehr langer Zeit das Ziel, dauerhaft einzige Weltmacht auf diesem Planeten zu sein. Der Zusammenbruch der Sowjetunion brachte sie, auch wenn ihr Versuch, Russland durch einen wirtschaftlichen Ausverkauf von innen her zu zerstören scheiterte, ihrem Ziel einen großen Schritt näher. Nachdem sie den nicht mehr existenten Feind durch einen neuen – den plötzlich überall zu bekämpfenden Terrorismus – ersetzten, machten sie sich ungehemmter als zuvor daran, die Welt nach ihren Vorstellungen neu zu ordnen und damit den Grundstein ihrer erstrebten Allmacht zu legen. Ziel des US-amerikanischen Imperiums war und ist es, die Kontrolle über die wichtigsten Rohstoffquellen zu erlangen und zu verhindern, wirtschaftlich oder militärisch von einzelnen Staaten oder Staatenbündnissen überflügelt zu werden.

Aufgrund ihrer riesigen Rohstoffvorkommen stehen vor allem der Nahe- und Mittlere Osten und der afrikanische Kontinent im Fokus US-amerikanischer Interessen. Schon bevor der neue Feind „weltweiter Terrorismus“ die ihm zugedachte Rolle erfüllte und genügend mediale Aufmerksamkeit erlangt hatte und elf Monate vor der Auflösung der Sowjetunion verstärkten die USA ihr Engagement in diesen Regionen. Eine von ihnen angeführte Koalition begann im Januar 1991 – unter dem Vorwand Kuwait zu befreien, die Kampfhandlungen gegen den Irak. Eine neue Phase der Destabilisierung des Nahen Ostens, in deren Verlauf sich die USA des abtrünnig gewordenen Saddam Hussein im dritten, völkerrechtswidrigen Golfkrieg entledigten, wurde eingeläutet. Der Rückzug der US-amerikanischen Truppen aus dem Irak 2012 markiert den Beginn der nächsten Phase, die zu einer Neuordnung des Nahen Osten führen soll. Da sich die Neuordnung für die USA - aufgrund des politischen Geschicks Putins - schwierig gestaltete, scheint es nun die Aufgabe der radikalen Bewegung ISIS zu sein, den Plan der Neuordnung voran zu treiben.

Libyen, dessen Staatsoberhaupt Muammar al-Gaddafi begann, sich der Dollarhegemonie zu widersetzen und den Aufbau einer Afrikanischen Union forcierte, erlitt im März 2011 das gleiche Schicksal wie der Irak.

Ihr Interesse an Rohstoffen vertreten die USA, von der Weltöffentlichkeit relativ unbemerkt, auch in vielen anderen Staaten Afrikas (verkürzte deutsche Version). Wie immer operieren sie dort unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe oder zur Verteidigung der Menschenrechte. Hauptkonkurrent um die dort vorhandenen Rohstoffe ist China.

Parallel zu den Anstrengungen, die Kontrolle über die Ressourcen im Nahen- und Mittleren Osten und Afrika zu gewinnen, mussten die USA nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verhindern, dass Russland zu schnell wieder Einfluss auf seine ehemaligen Republiken gewinnt. Mit dem Krieg auf dem Balkan, der schnellen Nato-Osterweiterung und dem Engagement der USA in an Russland angrenzende Staaten gelang dies. Allerdings konnte das von den USA nur als Teilerfolg gewertet werden, denn eine dauerhafte Schwächung Russlands wurde nicht erreicht. Schlimmer noch, die enger werdenden Handelsbeziehungen Russlands mit der Europäischen Union stellen für die USA eine immer größer werdende Gefahr dar. Ein eurasischer Handelsraum, dessen Mitglieder freundschaftliche Beziehungen untereinander pflegen, liegt keinesfalls im Interesse der USA. Sehr schnell könnte der Dollar seine Macht als Weltleitwährung verlieren und als Folge die USA in Bedeutungslosigkeit versinken. Vorrangiges Ziel der USA ist es deshalb, die stärker gewordenen Bande zwischen der Europäischen Union und Russland zu kappen.

Um dies zu erreichen, wird der Konflikt in der Ukraine, den die USA mit zu verantworten haben, weiter geschürt. Bis jetzt sollen nur Sanktionen die Handelsbeziehungen der EU mit Russland stören, aber die USA setzten alles daran, um einen direkten militärischen Konflikt zwischen Russland und der EU herbeizuführen. Ein solcher Konflikt, von dem die USA glauben, sie könnten ihn unbeschadet überstehen, würde die Weltmachtstellung der USA auf Dauer festigen, denn von den Auswirkungen eines Krieges würden sich die Europäische Union und Russland sehr lange Zeit nicht erholen.

Bislang lief für die USA alles nach Plan. Doch es scheint so, als ob der Widerstand gegen die Politik der USA in vielen Staaten wächst. Immer mehr Menschen durchschauen die perfiden Pläne der USA und immer mehr Staaten weltweit begehren gegen die Dollar-Hegemonie auf. Sogar die unter dem enormen Druck der USA stehende Europäische Union versucht noch, die von den USA geforderten weitreichenden Sanktionen gegen Russland zu vermeiden.

Den wirtschaftlich und finanziell bankrotten USA verbleibt nicht mehr allzu viel Zeit, um den Konflikt in der Ukraine zu eskalieren, denn schon bald wird der Dollar, das Lebenselixier der USA, massiv an Bedeutung verlieren und der Untergang der USA eingeläutet werden. Der Untergang der USA wird auch den Zerfall der erzwungenen Europäische Union auslösen und andere Staatenkonstellationen werden dann aufgefordert sein, die Zukunft der Menschheit zu gestalten.

 

Doch noch liegen die USA nicht am Boden ...

 

* Die Administration der USA, besser gesagt, deren Hintermänner.

 

Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.

 


Kommentare   

 
+3 # Jeserich 2014-07-18 02:04
Die USA werden noch so lange leben, wie es den auserwählten Hintergrundmächten genehm ist. Solange der US- Kampfelefant mit seiner Militärwalze für diese Völkermörder brauchbar ist und für deren Ziele eingesetzt werden kann, werden diese einen Teufel tun, den Moloch fallen zu lassen.
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0 # Wolfgang 2014-07-18 16:14
Schöne Scheiße, wenn man sich mit dem ganzen "theatralischen Mikromilitarismus" (Emmanuel Todd) aber nur zweierlei einhandelt:

- Eine monumental peinliche militärische Blamage nach der anderen.
- Eine völlig ruinierte Wirtschaft, was dazu führen wird, daß die USA, wie Paul Craig Roberts so ca. 2000 ursprünglich prognostiziert hat, gegen 2030 ein Entwicklungsland sein werden. Vor kurzem hat er seine Prognose übrigens anhand neuerer Statistiken korrigiert; es sieht jetzt mehr nach 2020 aus.
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0 # Morgan 2014-07-24 13:55
Danke für diesen Artikel! Gleichwohl sind meine Gedanken über die USA! ich hoffe, dass ich den Untergang dieses Mörder-Landes noch erlebe.
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