Letzte Warnung

Michael Mross schrieb vor ein paar Tagen einen Beitrag mit dem Titel „Letzte Warnung“. Für ihn scheint der Tod des Finanzsystems nur noch eine Frage von nicht mehr allzu viel Zeit zu sein.

Ich weiß nicht so recht warum, aber auch ich habe seit einigen Wochen sehr ungute Gefühle und möchte mich deshalb der Warnung von Michael Mross anschließen. Weil das Finanzsystem schon mehrmals kurz vor dem Zusammenbruch stand, habe ich solche Gefühle nicht zum ersten mal. Bisher wurde das System immer, manchmal buchstäblich in letzter Minute, gerettet. Allerdings mehren sich nun die Anzeichen für einen Crash und viele Bedingungen dafür scheinen erfüllt zu sein.

 

Der Finanzcrash, der unausweichlich stattfinden muss, wird sicherlich für die Öffentlichkeit überraschend aber dennoch gesteuert, von wem auch immer, ausgelöst werden. Das bedingt eine Abgestumpftheit der Massen. Diese ist m. M. nach erreicht. Über Jahre hinweg wurde die Masse mit Meldungen über die Euro-Krise, die Finanzkrise, die Schuldenkrise, die Krise in Griechenland, Portugal, Spanien usw. überhäuft. Ein Krisengipfel jagte den anderen, Rettungspakete wurden laufend geschnürt und in Talkshows schien es kein anderes Thema mehr als den Zustand der Euro-Zone zu geben. Durch die Bombardierung der Massen mit Meldungen über die möglichen Gefahren und Auswirkungen der Krise wurde diese Abgestumpftheit erreicht. Die Masse, so scheint es mir, hat das Interesse an den sich zwischenzeitlich verschärften Gefahren verloren. Will man diesen Zustand der Abgestumpftheit ausnutzen, dann verbleibt nicht mehr allzu viel Zeit, denn die Gefahr, dass die vielen „Aufklärer“ die Massen doch noch wachzurütteln vermögen, steigt.

Ein Crash benötigt einen Auslöser. Ein solcher Auslöser darf aber keinesfalls einen Hinweis darauf geben, dass das „Geldsystem“ an sich für den Crash verantwortlich ist. Ein Krieg, wie er in Syrien gerade noch verhindert werden konnte, wäre natürlich ein guter Auslöser, ich glaube aber weiterhin, dass ein Krieg, um für ausreichend Ablenkung zu sorgen, höchstens die Folge eines Systemkollapses sein wird. Ein „Lehman 2.0“, also eine Bank die sich verzockt hat, wäre ein besserer aber nicht perfekter Auslöser für einen Crash. Zu sehr wäre dann das Vertrauen in Banken oder sonstige Finanzunternehmen erschüttert. Ihre Aufgaben, die Umverteilung und Konzentration von Geld und damit Macht, könnten sie nach einem Crash nur mehr schwer erfüllen. Soll eine Bankenpleite den Crash auslösen, dann nur, wenn der Pleitebank kein direktes Selbstverschulden an ihrer Pleite nachgewiesen werden kann. Hohe Strafgeldzahlungen, wie sie die US-Großbanken JPMorgan Chase oder die Bank of Amerika zu leisten haben, könnten der einen oder anderen Bank eine Pleite bescheren. Auch der Vertrauensverlust, den eine unter juristischen Beschuss geratene systemrelevante Bank erleiden wird, könnte deren Pleite bewirken. Die Aufarbeitung des Libor-Skandals, der Manipulationen an den Devisenmärkten oder strittiger Hypothekengeschäfte bietet im Augenblick genügend Potenzial um die Pleite einer systemrelevanten Bank gesteuert herbeizuführen. Eine andere Möglichkeit das Bankensystem ohne Selbstverschulden kollabieren zu lassen böte eine Cyber-Attacke gegen eines oder mehrere der großen Geldhäuser.

Auch ein sich abzeichnender Verlust des Vertrauens in den Dollar als Weltreservewährung würde zum Kollaps des Finanzsystems führen.

Nicht zuletzt könnten die außer Kontrolle geratenen Atomreaktoren in Fukushima zu weltweiten wirtschaftlichen Verwerfungen bis hin zum Crash führen.

Die Gemengelage ist im Augenblick äußerst brisant. Hinweise auf Kapitalverkehrskontrollen, getroffene Vorbereitungen für die Enteignung von Sparern und die neuesten Pläne des IWF verheißen nichts Gutes.

Hauptsächlich bereiten mir zwei Dinge Sorgen, die vermehrt auftauchenden Propagandameldungen und vor allem die völlig unberechtigte Euphorie an den Börsen. Für mich beides Indikatoren eines sich anbahnenden Crashs.

Bleibt zu hoffen, dass ein solcher noch sehr oft in letzter Minute verhindert wird.



PS: Wenn man vor etwas gewarnt wird, dann heißt das nicht, dass es eintreffen muss. Nicht zu warnen bedeutet unverantwortlich zu handeln.

PPS: All jene, deren Abgestumpftheit noch nicht den Grad der Vollkommenheit erreicht hat, möchte ich darum bitten, die Petition gegen die neue EU-Saatgutverordnung zu unterzeichnen. Danke.

Hier geht´s zu Petition



Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.




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