Die Rettung Europas – die Erfolge werden sichtbar

Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Nach jahrelangen Bemühungen, die unter größter Anstrengung darauf abzielten, die maroden und angeschlagenen Staaten Europas auf Erfolgskurs zu bringen, zeigen nicht von der Hand zu weisende Belege deren Erfolg. Ohne falsche Bescheidenheit sollten die für diese Erfolge verantwortlichen Politiker das ihnen zustehende Lob in Empfang nehmen. Die Erfolge sind ein Zeugnis ihres überragenden Wissens und ihrer beispiellosen Kompetenz in Wirtschaftsfragen.

 

Lob gebührt selbstverständlich auch der Europäischen Zentralbank, die sich trotz Mahnungen stets darum bemühte, den Blick auf die dramatische Gemengelage nicht zu verfälschen und sich vor allem nicht dazu hinreißen ließ, mit verdeckten, manipulativen Maßnahmen die wahre wirtschaftliche Lage vieler Staaten zu beschönigen.

Auch wenn es diejenigen, die aufgrund der Einführung einer Gemeinschaftswährung die Konstruktion eines wirtschaftlich vereinten Europas von Beginn an scheitern sahen, nicht gerne hören mögen, so sollten sie dennoch objektiv und neidlos die mit herkulischen Anstrengungen verbundenen und in die Geschichte eingehenden Leistungen führender Politiker, die Europa zurück auf den Wachstumspfad brachten, anerkennen.

 

Um auch den größten Skeptikern das letzte Lüftchen aus den Segeln zu nehmen, sei deshalb auf diese Erfolge hingewiesen.

Beginnen wir mit dem von vielen schon längst totgesagten Griechenland. Die Staatsverschuldung Griechenlands in Relation zum Bruttoinlandsprodukt, die 2003 noch 97,45 Prozent betrug und damit sehr deutlich über der im Vertrag von Maastrich festgelegten Grenze von 60 Prozent lag, konnte 2013 auf 179,47 Prozent gesenkt werden. Die Arbeitslosenquote wurde im gleichen Zeitraum von 9,71 Prozent auf 26,99 Prozent gedrückt, Tendenz weiter fallend. Noch größere Erfolge hatte die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland zu verzeichnen. Sie sank auf auch für Wirtschaftsexperten unglaubliche 59,2 Prozent. Dass das doch sehr angeschlagene Gesundheitssystem Griechenlands eine nur als Wunder zu bezeichnende Wiederauferstehung erleben durfte, sei hier nur am Rande erwähnt.

Doch nicht nur Griechenland durfte den Erfolg europäischer Politik genießen. Auch Spanien, dass durch leicht erhöhte Bautätigkeit in nicht zu unterschätzende wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war, darf an diesem Erfolg partizipieren. Ohne allzu große Anstrengungen gelang es Spanien, die Staatsverschuldung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt, die 2003 beachtliche 48,79 Prozent betrug, auf 91,81 zu minimieren. Dank Ankurbelung der Konjunktur sank die Arbeitslosenquote in Spanien von 11,5 Prozent 2003 auf 26,5 Prozent 2013 , ein Wert, der auf Vollbeschäftigung schließen lässt. Die Jugendarbeitslosigkeit von 54,3 Prozent kann getrost als vernachlässigbar bezeichnet werden. Die medizinische Versorgung in Spanien, die nur kurz unter der sich leicht verschlechternden wirtschaftlichen Lage zu leiden hatte, darf nun wieder als nahezu perfekt bezeichnet werden.

Auch Italien, das eigentlich niemals in nennenswerte wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, profitiert vom allgemeinen Aufschwung in Europa. Lag seine Staatsverschuldung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt 2003 bei eigentlich vernachlässigbaren 104,14 Prozent, kann es mit einer Senkung der Schuldenquote auf 130,63 Prozent trotzdem beachtliche Erfolge vorweisen. Von Arbeitslosigkeit in Italien zu sprechen, wäre unverfroren. Die augenblickliche Arbeitslosenquote von 12,6 Prozent ist ein eindeutiger Beleg für den Mangel an Arbeitswilligen und natürlich auch den dringenden Bedarf an Fachkräften. Nur dem Zustrom von Arbeitskräften via Lampedusa ist es zu verdanken, dass ein Herunterfahren der Produktion bisher vermieden werden konnte.

Obwohl es müßig ist - doch um dem Populismus gegen die europäische Idee endgültig ein Ende zu setzen - sei noch auf die positiven Auswirkungen, der nur als grandios zu bezeichnenden europäischen Wirtschaftspolitik, auf andere Staaten hingewiesen. Um mir das Schreiben und Ihnen das Lesen zu verkürzen, verweise ich auf nur zwei von vielen weiteren Erfolgsmeldungen, die sie hier und hier finden können. Selbstverständlich sind bei weitem mehr den Aufschwung in Europa belegende Daten, vor allem Frankreich, Belgien oder die Niederlanden betreffende, im Internet zu finden, doch ehrlich gesagt bin ich es Leid, auch den skeptischsten Anti-Europäer von der positiven Entwicklung Europas zu überzeugen.

 

Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.

 


Kommentare   

 
+3 # Christel Jungbluth 2014-02-26 10:25
Oh, wie wahr sind diese Ausführungen!

Die EU - ein einzigartiges Erfolgsprojekt. Was die Politiker da geleistet haben, grenzt an Zauberei!

Ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich diese Reinheit des Handelns der deutschen und europäischen Politiker verkannt habe.

Ich bin ebenso froh darüber, dass wir Deutschen mit unseren Steuergeldern so viele Banken retten konnten. - Dem vorausschauenden Denken von Merkel und Schäuble gehört mein Dank!

Es war ebenfalls richtig, das eigene Volk zu vernachlässigen, um für Europa, für die Banken und für Kriege in der Welt gewappnet zu sein.

Ich vertraue darauf, dass die benötigten Kriegsmaterialien dazu beitragen, dass die grossen Konzerne Afrika recht passend ausbeuten können, damit wir Wachstum verzeichnen können.

Man muss der Faulheit der Afrikaner auch mal etwas entgegensetzen. Sie können schliesslich für die Konzerne arbeiten und auf diese Weise ihre Ernährung absichern. Anfangs reicht wohl eine handvoll Reis. Es handelt sich ja schliesslich nicht um Fachkräfte, denn sonst könnten sie alle nach Deutschland kommen.

Und bald starten die EU-Wahlen, wo ich mit grosser Freude die Parteien wählen werde, die uns das alles beschert haben!

Nur eine Frage habe ich: Warum sollen wir bei den Europawahlen nun unser Kreuzchen machen, wo wir seinerzeit nicht einmal beim EU-Vertrag abstimmen durften? - Bitte meinen Beitrag nicht so ernst nehmen.
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+1 # poker 2014-02-26 11:09
Ich bin so froh, dass ich bei den Guten bin !
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+5 # poker 2014-02-26 11:12
Die Arbeitsplatzsituati on in Deutschland soll ja immer besser werden. Bald gibt es die Möglichkeit zum Drohnenpilot umzuschulen. Prima - dann kann ich endlich von zuhause arbeiten.
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+2 # Saint Just 2014-02-26 11:27
Schönen guten Tag Herr Hellmeyer!

Vielen Dank für den Bericht. Friedens-Europa kommt!!!
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+1 # Peter 2014-02-26 11:41
Hallo Saint Just,

richtig, wenn es keine Satire wäre, dann könnte es Herr Hellmeyer geschrieben haben.

Apropos, ob der wirklich noch an das glaubt, was er so schreibt?
www.goldseiten.de/artikel/198192--Nachrichten-und-Daten-aus-der-Eurozone-ueberzeugen-die-der-USA-ueberwiegend-nicht-.html
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+1 # EuroTanic 2014-02-26 19:05
Ich habe grade 1984 von George Orwell gelesen. Ist gar kein Science Fiction mehr. ist Realität geworden.
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0 # wili 2014-03-22 14:45
Hurra, hurra kann man da nur noch sagen.
Ein ganz ernsthafter Erfolg fehlt noch: Europa macht seine Völker billiger und darum geht es ja schließlich. Jeder Grieche, der wegen fehlender Krankenversicherung einfach krepiert weil er sich den Arzt nicht leisten kann, belastet nicht mehr die Sozialsysteme und trägt zur Kostensenkung bei. Staatsbedienste und Rentner kosten nur noch die Hälfte und schaffen so mehr Spielraum für zukünftige Renditen. Steuereinahmen aus Staatsunternehmen -die sonst eh nur für unproduktiven Sozialklimbim verpulvert worden wären, landen nach erfolgreicher Privatisierung bei Aktionären, die mit Geld sowieso viel besser umgehen können und es für sich "arbeiten" lassen.
Abgesehn davon: Schöne Satire -könnte, allerdings wohl plumper, auch im Handelsblatt stehen. Dort aber vollkommen ernst gemeint.
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