Mittäterschaft

Unzufriedenheit breitet sich unter den Menschen aus. Härtere Arbeitsbedingungen, die bei vielen zu Burn-Out, anderen psychischen oder gar physischen Erkrankungen führen und vieles mehr sind die Auslöser dieser Unzufriedenheit. Der Wunsch nach einem besseren Leben wird für viele immer größer.

Warum konnte es soweit kommen, dass sich nun ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung der sogenannten ersten Welt der Grenze zur Armut nähert und viele Menschen diese schon überschritten haben? Die Antwort darauf zu geben fällt nicht allzu schwer. Die Kombination aus ungezügeltem Kapitalismus und einem unregulierten Finanzsystem, beides basierend auf einem fehlerhaften Geldsystem, kann nur zu einer Verarmung der Massen führen. Dass dem so ist, bedarf, zumindest hier in Dorfling, keiner Erläuterung. Viel wichtiger ist die Frage, warum die Bevölkerung nichts gegen die sich schon vor langem abzeichnende Entwicklung unternahm?

Wurde in früheren Zeiten und auch noch in jüngster Vergangenheit ein Volk zu sehr unterdrückt und ausgebeutet, dann solidarisierten sich die Menschen untereinander und es kam zu Aufständen oder Revolutionen. Diese Aufstände oder Revolutionen zwangen den Zwingherrn - ob Kaiser, König oder Regierung – die Lebensumstände des Volks zu verbessern. Das Volk war sich noch seiner Macht bewusst, vor allem wusste es, gegen wen es sich erheben sollte.

Das ist heute anders, gegen wen sollte ein Volk denn aufbegehren? Gegen die eigene Regierung oder die in Brüssel, wohl wissend, dass beide nur korrumpierte Marionetten der Wirtschafts- und Finanzelite sind? Oder dann halt gegen die schwer zu lokalisierende Elite im Hintergrund oder eben gleich gegen den Kapitalismus an sich? Ein aussichtsloses Unterfangen, denn der Kapitalismus hat Vorsorge getroffen. Er hat fast jeden einzelnen angelockt, seine Solidarität zu anderen beseitigt, ihn assimiliert und zum Mittäter gemacht. Es gibt kein Volk mehr, das sich gegen den Kapitalismus auflehnen könnte, denn jeder einzelne ist ein Teil des Kapitalismus. Ein Teil, dass nur noch oberflächliche soziale Bindungen zu seinen Mitmenschen aufrecht halten kann und unfähig ist, sich mit einer Masse zu solidarisieren. Vom Kapitalismus antrainierter Egoismus und die von ihm geforderte Ellbogenmentalität ersticken ehrliche Solidarität im Keim. Jeder einzelne handelt im Sinne des Kapitalismus, will ohne Rücksicht auf andere seinen Reichtum mehren, sich seine banalen Wünsche erfüllen können. Erfüllte Wünsche, die nur dazu taugen, den Wunsch nach Freiheit, Selbstbestimmung und echtem Glück kurzzeitig zu kompensieren.

Der Kapitalismus ist und bleibt auf dem Siegeszug und er wird weiter für Massenarmut sorgen. Mit der Verlockung, an seiner Macht und seinem Reichtum teilhaben zu dürfen, hat er seine Mittäter an sich gebunden und lässt sie im von ihnen selbst gezimmerten Hamsterrad strampeln. Sein Ziel, Vermögen an wenigen Stellen zu mehren, wird er auch weiter ungehindert und unter Einsatz seiner schon gewonnenen Macht verfolgen. Der Kapitalismus kennt kein Pardon und geht über Leichen.

Seine Macht lässt sich nur brechen, wenn den Menschen bewusst wird, dass sie selbst die tragenden Pfeiler in der Struktur des Kapitalismus sind. Ohne ihre Mittäterschaft bricht das Konstrukt Kapitalismus in sich zusammen. Der Weg aus diesem Konstrukt heraus ist sicher nicht einfach, doch der Verbleib im Kapitalismus wird für jeden einzelnen zerstörerischer sein, als er es sich vorzustellen vermag.

Erst wenn die Macht des Kapitalismus gebrochen ist, lässt sich auch jede korrupte Regierung aus dem Amt jagen, ohne gleich von einer neuen, ebenso korrupten, ersetzt zu werden. Bis dahin muss ein Volk aber auch verstanden haben, dass es seine Aufgabe ist, das Tun und Handeln einer Regierung zu überwachen.

 

Den Unbelehrbaren sei noch gesagt, dass nichts besser werden wird, auch wenn sie noch so sehr an ein Wirtschaftswunder, dass dann Wohlstand für alle bringen wird, glauben.

 

Meine Meinung entspringt meinem Gehirn. Da ich mein Gehirn nicht verleihe, muss auch niemand meiner Meinung sein.

 

 


Kommentare   

 
+5 # Louis Andiel 2014-09-18 09:53
Im Mittelalter waren sich die Leute wenigstens noch darüber bewusst, dass sie lediglich "Geknechtete" waren und es keine wirkliche Freiheit gab. Heute glauben die Leute tatsächlich, sie seien "frei" - aber diese "Freiheit" ist lediglich eine hohle Phrase, ohne jegliche Substanz. In Wahrheit sind wir noch viel unfreier und geknechteter, als alle Generationen zuvor.

Das Problem der mangelnden Solidarität untereinander, kann ich nur bestätigen. Leider läuft es darauf hinaus, dass man zwischenzeitlich wirklich niemandem mehr trauen kann und sich die Leute gegenseitig nicht mal mehr den Dreck unter dem Fingernagel gönnen. Ich hab keine Ahnung, wohin das führen soll, wenn man eine Gesellschaft von Egomanen initiiert, frei jeglicher Moral und Ethik. Ich habe mich eine zeitlang bsplw. zwangsläufig im "Armutsmilieu" bewegt, und ich war doch sehr erstaunt darüber, dass selbst unter den Ärmsten der Gesellschaft keinerlei Solidarität existiert. Die Leute, selbst wenn sie in der Gosse liegen, sind vom Mammon so derart verblendet, dass sie gar kein Interesse an Freiheit oder Alternativen zum bestehenden System hegen, sondern lediglich selbst ein paar Krümel vom Kuchen des Kapitals abhaben wollen. Dass Partizipation am System natürlich immer mit der Aufgabe der eigenen Freiheit einhergeht, kapieren diese Leute nicht. Freiheit liegt meineserachtens im Verzicht - und Arbeitslosigkeit oder monetäre Armut können der persönlichen Freiheit und dem persönlichen (inneren) Reichtum durchaus förderlich sein. Selbstfindung und -verwirklichung seien hier erwähnt. Der Mensch definiert sich ja nun nicht über sein Smartphone oder den Inhalt seines Portemonnaies, sondern über den aufrechten Gang - und den beherrschen die Knechte des Mammons nunmal leider nicht mehr. Das ist der Preis. Pech. Sie sind halt gut dressiert, die Affen. :)
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+6 # Tester 2014-09-18 10:14
Sorry aber "Kapitalismus" hatten wir noch nie. Kapitalismus setzt einen freien Markt voraus und eliminiert die staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft, (außer der notwendigen minimalen Regulierung zur Verhinderung der Kriminalität).

Was wir haben, ist Feudalismus und schlichte Kriminalität, die durch Lobbies etc. betrieben wird, samt Komplizenschaft der Regierung.

Die frage ist nicht, gegen wen man aufbegehren soll, sondern viel eher - wofür? Kommunismus etwa, oder vielleicht Monarchie? Ist doch alles dasselbe.

Der einzig richtige Weg wäre der Ausstieg aus dem System, jedoch ist das für die meisten praktisch nicht machbar bzw. mit sehr vielen Schwierigkeiten verbunden. Hinzu kommt, dass der dafür notwendige Zussammenhalt unter Menschen in der jeweiligen Gruppe fehlt - teile und herrsche hat wunderbar funktioniert.

Und zu guter Letzt, die große Mehrheit der Menschen ist heutzutage extrem schlecht gebildet, verdummt und faul und hat von Politik und diversen Systemen kaum bis gar keine Ahnung.

Wie ist das zu lösen? Weiß ich nicht, aber durch eine "Revolution" oder durch neuen Wein in alten Schläuchen mit sicherheit nicht.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+13 # Wetterfrosch 2014-09-18 11:08
Wie wahr, wie wahr....

Ich entstamme einer Generation, die in frühester Jugend noch die Auswirkungen des 2.WK kennenlernen "durfte": täglich Marmeladen- und/oder Leberwurstbrote, sonntags auch mal Fleisch, gelegtlich Obst.
War es unser Fehler, unsere Kinder "verwöhnt" zu haben, indem wir ihnen in späteren Zeiten -manchmal unter eigenen Entbehrungen- möglichst alle Wünsche erfüllten ? Sind sie, ob unserer "falschen"(?) Erziehung, überhaupt in der Lage Konsum einzuschränken ?
Wenn wir es alle wollen, ist dem Spuk schnell ein Ende gesetzt. Wir können uns unsere Neue Weltordnung selber gestalten, da brauchen wir Rothschild nicht zu. Wir müssen nur eine Weile auf alles Überflüssige verzichten.
Der Einleitungssatz sollte nur verdeutlichen, daß wir mit sehr wenig finanziellem Einsatz sehr gut existieren können. Es ist nicht nötig, zum Essen in die Kneipe zu gehen und dabei für ein Glas Wasser 2 EURO auszugeben. Oder für ein Bier fast 3. Sehr viel kostengünstiger geht`s zu Hause. Dreht diesem Kapitalismus doch einfach den Geldhahn zu und legt eventuell Erspartes in physischen Werten an. Gold und Silber wird nicht mehr lange so preiswert sein.
Zitat:
Jeder einzelne handelt im Sinne des Kapitalismus, will ohne Rücksicht auf andere seinen Reichtum mehren, sich seine banalen Wünsche erfüllen können. Erfüllte Wünsche, die nur dazu taugen, den Wunsch nach Freiheit, Selbstbestimmung und echtem Glück kurzzeitig zu kompensieren.
Mancher heute 30- oder 40jährige will im JETZT leben, weil er vermeintlich keine Zukunft sieht. Ein wenig Optimismus hat noch nie geschadet. Die Welt wird nicht komplett untergehen, WIR werden in der aufstrebenden Eurasischen Union aufblühen, mit vernünftigen Werten und guten Lebensmitteln in eine gute Zukunft gehen.
http://www.buergerstimme.com/Design2/2014-09/medienhetze-gegen-russland-findet-kein-ende/ zeigt sehr anschaulich, was in 15 Jahren möglich ist.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+5 # Tyler 2014-09-18 11:54
gegen wen sollte ein Volk denn aufbegehren? Na, in erster Linie gegen sich selbst, und zwar jeder einzelne für sich. Es muss erst eine innere Revolution erfolgen, ein Kampf gegen sich selbst, das eigene Weltbild und das eigene Ego. "Der Kapitalismus" kann ja nicht schuld sein, denn der ist bloss eine Wirtschaftstheorie und existiert allenfalls in den Köpfen der Menschen, oder mit viel Geschwafel abgehandelt in irgendwelchen Büchern. Der Nationalsozialismus wurde in Deutschland einmal mit Gewalt abgeschafft, das ging aber nur mit viel Gewalt und unzähligen Bomben. Wie sollte denn ein Weltumspannender Kapitalismus abgeschafft werden, ausser durch eine innere Revolution der Menschen oder eine weltweite äussere Revolution - die dann aber sicher mit vielen Toten und Bomben einhergeht?

Der Kapitalismus kommt zudem nicht alleine, sondern gepaart mit Teilen von internationalem Kommunismus, und Hand in Hand mit der Demokratie. Der Solidaritätsgedanke zum Beispiel - die "Reichen" sollen für die "armen" zahlen, wobei man in der Presse und von der Deutschen Politik immer hört, es gehe uns so gut, und WIR seien die reichen, ergo zahlen wir für alle mit. Angefangen bei einer Flut von "Flüchtlingen", über ganze bankrotte Staaten bis hin zu bankrotten Banken. Ja, Deutschland hat ein grosses Herz und eine noch grössere Geldbörse. Und die, die das alles für uns entscheiden, die wurden schliesslich von uns gewählt - also der Wille des Volkes - ganz demokratisch! Also ist es nicht ganz so einfach, bloss den Kapitalismus abzuschaffen...
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
0 # Friedland 2014-09-18 19:53
Lieber Peter,
die Bürger insgesamt für den Kapitalismus und seine derzeitigen Auswüchse, der im Übrigen gerade im Sterben liegt, verantwortlich zu machen, ist schon starker Tobak. Wenn ich den Text richtig verstanden habe, handelt es sich um eine Art Kollektivschuld nach der bekannten Machart, die wir aus der Diskussion um die Verantwortlichen des III. Reiches kennen.
Dein Engagement in Ehren, aber ein Volk für eine politische oder wirtschaftliche Situation insgesamt in Haftung zu nehmen, läßt sich ethisch-moralisch grundsätzlich nicht vertreten. Ich sehe mich weder assimiliert (worin?) noch zum Mittäter (bei was?) gemacht, noch habe ich etwas verbrochen, geschweige die Individuen, von denen du redest. Gern würde ich dir den Weg aus dem Kapitalismus aufzeigen, allerdings ohne pauschale Verunglimpfungen und Anschuldigungen. Viele Menschen habe gerade das Notwendigste zum (Über)Leben, denen dürfte deine Anwürfe ziemlich Schnuppe sein.

Wie gesagt, der K. liegt schon längere Zeit im Sterben, genau so wie das ihn tragende Finanz- und Wirtschafts-System und mit ihm zu guter Letzt das tolle demokratische System, das sich in seinen letzten Zügen in eine Prä-Diktatur verwandelt hat.

Die Aufstände kommen noch, aber erst nach den demnächst stattfindenden Zusammenbruch aller Werte und dann wird es eine politische und ethische Neuordnung geben, nach Massenarmut und notwendiger Währungsreform. Nutzen wir die Chance zu einem Neuanfang. Eine Publikumsbeschimpfu ng ist da wenig hilfreich!
Gruß Friedland
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+2 # Peter 2014-09-18 23:47
Lieber Friedland,

selbstverständlich wollte und will ich die Bürger nicht pauschal für die Ausswüchse des Kapitalismus verantwortlich machen, muss aber zugeben, dass man das aus meinem Text sehr leicht so herauslesen kann. Da habe ich mich wohl nicht unmissverständlich genug ausgedrückt.

Was ich sagen wollte ist, dass sich die Bürger auf ein Spiel mit dem Kapitalismus einließen. Daran gibt es nichts zu kritisieren, denn schließlich ist es nicht verwerflich, Neues auszuprobieren. Für den überwiegenden Anteil der Bürger gab es an diesem System bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts hinein auch nichts zu beanstanden. Leistung lohnte sich, man war zufrieden. Leider ließen sie sich aber schon viel früher in eine äußerst gut getarnte und hinterhältige Falle locken. Sie ließen sich zum übermäßigen Konsum, den das System erleichterte und vor allem benötigte, hinreißen. Werteverlust und der Sieg von Qualität über Quantität waren die Folgen. Niemand erkannte, dass der Kauf billiger Produkte in einer Spirale der Vernichtung der eigenen Arbeitsplätze und in allgemeiner Lohndrückung münden würde. Sie sahen nicht, welche Auswirkungen ihr Handeln auf die Lebensumstände der Menschen in Asien und anderswo hatte und noch hat (brauche ich nicht näher erklären).

Doch es kam noch schlimmer, Anfang dieses Jahrhunderts, als die Zeiten schon härter wurden, begann das System den Druck zu erhöhen. Es forderte immer mehr Leistung für sinkende Löhne. Damit seiner Forderung Folge geleistet wurde, setzte es seine bisher perfidesten Waffen ein, das Schüren der Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und die Entsolidarisierung der Menschen. Mobbing hielt Einzug. Nun hatte das System (ich finde den Ausdruck System treffender als den Begriff Kapitalismus) die Menschen in der Falle, es hat sie, ein wenig übertrieben ausgedrückt, assimiliert. Ob und wie sich die Menschen aus dieser Falle befreien werden können wird die nahe Zukunft zeigen. Wichtig ist, das sie erkennen, dass sie das nur gemeinsam schaffen können. Vor allem müssen sie wieder erkennen, wie wertvoll jeder einzelne ist.

Vielleicht lässt sich das, was ich zum Ausdruck bringen wollte, auch einfacher ausdrücken. Das System hat die Menschen angefixt, sie abhängig gemacht und unter Kontrolle gebracht.

Noch einmal, ich verurteile niemanden, für die Auswüchse des Kapitalismus verantwortlich zu sein. Stoff für Diskussionen bietet dieses Thema dennoch genug. Vor allem sollte es uns darum gehen, gangbare Wege aus diesem Dilemma zu finden.

Übrigens, der Titel des Artikels lautete zuerst "In der Falle", den hätte ich wohl beibehalten sollen.

Liebe Grüße

Peter
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+1 # Arno 2014-09-19 17:51
Hallo Peter,

Chapeau....super formuliert und auf den Punkt gebracht.

Gruß Arno
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+3 # Heidi Preiss 2014-09-21 20:58
Hallo Friedland,

ich denke, dass Peter in seiner Analyse recht hat und recht behält. Wo gibt es noch Solidarität unter den Mitmenschen? Jeder sieht nur noch sich selbst und wie er sein "Pfründchen" für sich einheimsen und behalten kann. Die Menschen wird erst bewusst werden, dass sie, wie Peter sagt, "die tragenden Pfeiler des Kapitalismus sind" wenn es nichts mehr "gibt", und das Aufwachen wird sehr, sehr böse werden. Aber - wir alle haben es soweit kommen lassen und nicht zuletzt gewollt.

Dennoch, solange Brot und Spiele die Hirne scannen, wird der Kapitalismus nicht gebrochen werden. Dazu geht es uns angeblich doch viel zu gut. Na ja, dazu braucht man doch nur einmal nach NRW zu schauen. Diese Marionetten-Regieru ng schaut in die Südländer, sie sollten sich mal umgucken. Hier. Ich bin davon überzeugt - auch das hat mit Kapitalismus zu tun - hätten die Ukrainer mal in die Südländer geschaut, sie wären dem Maidan mit Sicherheit ferngeblieben. Aber auch sie wollten ja "mehr" haben und werden dafür Elend und Hunger ernten.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+4 # Wetterfrosch 2014-09-22 10:22
Daß wir in unserem kurzen Leben die Welt nicht verändern können, muß wohl jedem klar sein, wenn er die in Regierungsverantwor tung stehenden Psychopaten weltweit registriert hat. Und schon gar nicht gewaltfrei. Es wird immer Unterdrücker und Unterdrückte geben.
Nicht nur meiner Meinung nach kann die gewünschte Veränderung nur durch ein "Reset" -sprich Vernichtung der gesamten Menschheit und Wiederanfang bei Null- erfolgen.
So weit will allerdings selbst Rothschild mit seiner NWO nicht gehen, weil dies natürlich auch seinen eigenen Machtverlust besiegeln würde.
Wir haben -auch ohne die vielen schlauen Bücher- erkannt, daß dieses System nur von innen heraus aufgebrochen werden kann. Und das an vielen Stellen und bestimmt häufig mit viel Mut. Das funktioniert gewaltfrei und ist hocheffektiv.
Uns Gleichdenkenden bietet sich die Veränderungsmöglich keit nur innerhalb unseres Familien- und Freundeskreises. Sobald wir außerhalb dieses "Verschwörungszirke ls" agieren, werden wir nur wenig Zustimmung aber um so mehr Ablehnung erfahren. Eine Abwehr dieser Angriffe ist dann nur schwerlich möglich.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+1 # Cource 2014-09-18 20:21
Die indentifizierung der Opfer mit ihren Peinigern hat extreme Ausmaße angenommen , dieser natürliche schutzmechanismus kann nur durch eine Entmachtung der Peiniger aufgehoben werden.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+1 # Heidi Preiss 2014-09-21 21:08
Hallo Cource,

leider ist es vielen egal, wie es außerhalb der eigenen Schlafstätte aussieht. Viele lassen sich zudem von nicht gerade bildungsfördernden Medien beeinflussen und diese Medien werden ja massiv gefördert. Selbst diverse volkstümliche oder Sensations-Fernsehs endungen sind in ihrem Niveau nicht mehr zu unterbieten.

Da fragt man sich, wem gehören eigentlich die großen Nachrichtenagenture n wie Wolff, Deutschland, Reuters, England, Havas, Frankreich, ja wer hat denn da so seine blutbeschmierten Finger im Spiel, wer denn schon? Rothschild.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+10 # Andreas S. 2014-09-18 23:53
"Die Herrschenden werden erst aufhören zu herrschen, wenn die Kriechenden aufhören zu kriechen"
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+5 # Andreas S. 2014-09-19 08:38
Ich sehe es genau so wie Peter.
Sich z.B. für unnötigen Luxus knechten lassen, dazu gehören immer zwei!

Hier im Ort/Gegend (Unterallgäu), da gelten 6-7 € bei Frauen bereits als sehr guter Lohn! Die fahren 10 + X km (einfach) um dann für ein paar Stunden für diesen Hungerlohn zu arbeiten. Richtig nötig hat das aber keiner von denen!

Diese Leute haben alle längst abbezahlte Häuser und jedes Kind fährt ein eigenes (übergroßes) Auto. Hier fährt auch kaum einer zum Bäcker oder zum Sportplatz mit dem Rad, ne da muß der Audi oder gar SUV her.

Den Kindern kann man ja beim Aufbau besonnen unter die Arme greifen, sich aber dafür selber unnötig "Knechten" lassen.*kopfschütte l*
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+1 # Peter 2014-09-19 14:54
Ist böse, ich weiß, trotzdem kann ich es mir leider nicht verkneifen.

http://www.zerohedge.com/news/2014-09-19/meanwhile-front-apple-stores-new-york-and-around-world
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
0 # Friedland 2014-09-19 15:23
Worum geht es da????
Gruß Friedland
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+4 # Peter 2014-09-19 16:37
Ich glaube, an solchen Bildern lässt sich erkennen, was für die Menschen heute wichtig ist. Und ich glaube auch, dass das schon ein Indiz dafür ist, wie eng viele Menschen schon mit dem System verwoben sind. Und nein, ich will diese Menschen nicht dafür verurteilen, dass der Besitz des neuesten IPhones für sie so wichtig ist.

Diese Bilder machen auch deutlich, wie schwer es sein wird, den Menschen einen Weg aus dem Kapitalismus zu zeigen.

Gruß Peter
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+2 # Andreas S. 2014-09-19 19:23
..wenn der Handy-Fußweg wichtiger ist als sonstwas, dann ist der Mensch schon total verblödet.

http://www.swr3.de/info/nachrichten/Eine-Spur-fuer-Handy-Zombies/-/id=47428/did=2896052/15lqhck/index.html
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
-10 # Friedland 2014-09-20 06:52
Lieber Peter,
woher willst du den wissen, was für die Menschen heute wichtig ist??? Hast du sie befragt, Studien gemacht etc. oder willst du so eine grundlegende Frage einzig und allein am Besitz eines billigen Gerätes festmachen? Wenn ja, bist du leider zu kurz gesprungen. Ich habe da andere Erfahrungswerte, wenn ich sehe, daß z.B. in Notsituationen wie daß letzte Hochwasser an der Donau die Menschen vorbildlich zusammen gestanden sind wie auch im Osten zu der Zeit.
Und was den Weg aus dem Kapitalismus angeht, was soll den nach deiner Meinung an dessen Stelle treten, wenn du schon meinst, einen Weg aufzeichnen zu können?
Auf die Beantwortung dieser Frage bin ich sehr gespannt!!!
Gruß Friedland
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+3 # Andreas S. 2014-09-20 12:57
Wer Augen, Ohren und genügend Verstand hat, der braucht dafür keine Statistik/Umfrage/S tudie um beurteilen zu können was den Menschen heute wichtig ist.

Friedland dir ist doch auch bekannt: Traue keiner Statistik/Umfrage/S tudie, die du nicht selbst gefälscht hast.

Die hohe Hilfsbereitschaft z.B. beim Hochwasser ist begründbar: Helfer aus der näheren Gegend , welche die auch schon mal früher vom Hochwasser betroffen waren, oder Menschen die selbst in Überschwemmungsgefä hrdete Gebiete wohnen - Morgen könnte auch ich betroffen sein und ich möchte dann auch das man mir dann hilft.

Zur Info: Bei der Fluthilfe 2013 kam deutlich weniger Geld zusammen als 2002.

Was in Notsituationen alles aktivierbar ist, das ist bekannt. Da spielt auch die Macht der Bilder eine Rolle, so wie in der Politik.

Friedrich, dein Weg aus dem Kapitalismus würde mich interessieren. Aber bitte nichts mit Tauschhandel.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+5 # Peter 2014-09-20 16:05
Lieber Friedland,

ich weiß nicht warum, aber du unterstellst mir da immer irgendwelche Dinge. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich meine Aussagen nicht exakt genug formuliere. Für einen Hinweis wäre ich dankbar.

Zum Artikel selbst unterstellst du mir, dass ich alle Menschen für die Auswüchse des Kapitalismus verantwortlich mache. Dass dem nicht so ist, habe ich hoffentlich ausreichend begründet.

Dann unterstellst du mir, ich würde behaupten, dass der vorrangige Wunsch der Menschen der Besitz eines neuen IPhones sei. Wo habe ich das behauptet? Ich habe nur geschrieben, und das auch nur mehr aus Spaß, dass sich viele Menschen ein solches Mobiltelefon wünschen. Ich habe sogar noch angefügt, dass es daran nichts auszusetzen gibt.

Dann unterstellst du mir mehr oder weniger, dass ich mir nur einbilde zu wissen, was sich die Menschen so erträumen. Was die Menschen so wollen, das glaube ich allerdings schon zu wissen, denn da gehört nicht viel dazu. Die meisten wollen gerne das neueste IPhone, zweimal im Jahr Urlaub, des öfteren ein neues Auto, ein neues TV-Gerät und vieles mehr. Ja und, auch daran gibt es nichts auszusetzen, denn wer hätte das alles nicht auch gerne? Ich weiß aber auch, dass sehr viele Menschen auch noch ganz andere Wünsche haben. Die Sehnsucht nach Anerkennung, mehr Freiheit, mehr Solidarität, intakter Umwelt, Gerechtigkeit und Frieden wächst bei vielen seit Jahren und diese Sehnsüchte sind bei den meisten wahrscheinlich größer als der Wunsch, ein Iphone zu besitzen. Deshalb habe ich auch geschrieben, dass viele Menschen versuchen, diese Sehnsüchte mit der Erfüllung banaler Wünsche zu kompensieren.

Dann unterstellst du mir, ich würde vorgeben, den Menschen den Weg aus dem Kapitalismus aufzeigen zu können. Wie kommst du darauf? Ich habe nur geschrieben, dass es schwer sein wird, den Menschen einen Weg aus dem Kapitalismus (wie schon erwähnt, den Begriff System finde ich treffender) zu zeigen. Diese Aussage bezieht sich aber eigentlich auf eine Aussage von dir. Denn du sagtest, du könntest mir gerne einen Weg aus dem Kapitalismus aufzeigen (mein Ohr ist offen für jeden Vorschlag!)

Ich selbst würde mir niemals anmaßen, den Menschen einen Weg aus dem Kapitalismus/System aufzuzeigen. Vielleicht wollen die Menschen ja auf die doch vorhandenen Annehmlichkeiten dieses Systems gar nicht verzichten. Und wer bin ich denn, das ich mir anmaßen könnte, den Menschen zu sagen, was für sie gut ist?

Damit du aber nicht denkst, ich hätte mich sehr wahrscheinlich noch gar nicht auf die Suche nach einer Lösung gemacht und will mich vor einer Antwort drücken, möchte ich dich auf die noch unvollständige Artikelreihe "Es muss endlich ein Ende haben" ( http://www.dorfling.de/index.php/home/chef-blog/politik/178-es-muss-endlich-ein-ende-haben ) hinweisen. Der Titel der Reihe ist, wie so oft, unpassend und die Inhalte der Artikel sind sicher überarbeitungsbedür ftig. Ich gebe auch zu, dass man in diesen Artikeln keine Lösung findet, die wollte ich damals gemeinsam mit anderen erarbeiten. Die Artikel sind nur Denkanstöße, die vielleicht die Suche nach einer Lösung erleichtern.

Doch noch einmal, ich kann und will mir nicht anmaßen, den Menschen ein System aufzudrängen, dass ihnen das Paradies verspricht, denn die Bedürfnisse jedes Einzelnen sind unterschiedlich. Was die Welt bräuchte, ist ein System, das verhindert, dass einer dem anderen Schaden zufügen kann und in dem jeder mit den gleichen Voraussetzungen das Licht der Welt erblickt.

Gruß

Peter
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+1 # Friedland 2014-09-20 19:06
Lieber Peter,
gerne greife ich deinen Vorschlag, einen Weg aus der Krise des gerade untergehenden "Kapitalismus" aufzuzeigen, auf. Allerdings, das muß ich dabei vorausschicken, wird mancher Leser dabei das vorhandene Weltbild in Teilen verlassen müssen. Dieser Beitrag ist dann der letzte Teil von "Die Zukunftsbilanz eines neuen Zeitalters".
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+1 # Peter 2014-09-21 01:55
Lieber Friedland,

auf deinen Lösungsvorschlag bin ich ehrlich und unvoreingenommen sehr gespannt. Denn bisher ist mir noch kein wirklich praktikabler, für alle Menschen vorteilhafter, nicht realitätsferner Lösungsvorschlag unter die Finger gekommen. Sei es der Plan B der Wissensmanufaktur, die Wiedereinführung der Monarchie, die Rückkehr irgendwelcher Kräfte aus Neu-Schwabenland, die kommende Bewusstseinserweite rung oder die Ankunft kosmischer Gesandter, nichts konnte mich bisher davon überzeugen, dass eine dieser Lösungen dem Wohl der Menschen dienen wird.

Gespannte Grüße

Peter
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+1 # Andreas S. 2014-09-21 08:35
Peter,
ich bin nicht minder gespannt.

Für die Herrschenden ist der Kapitalismus das ideale Gebilde (noch mehr Geld & noch mehr Macht), mit etwas Sozialismus versüßt um die Leibeigene bei Laune zu halten.


Der Kapitalismus ist ja an sich eine gute Idee, nur der Mensch und Erzeuger der vielen Krebsgeschwüre zerstören ihn.

Der Kommunismus ist an sich eine gute Idee, nur die Masse Mensch ist dafür moralisch/geistig nicht geschaffen.

Der Sozialismus ist an sicht eine gute Idee, nur der Mensch und die unkontrollierbaren Auswüchse machen ihn zunichte.

... und Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild ...

Der Knackpunkt ist und bleibt der der Mensch und solange die finstere Seite vom "Ebenbild Gottes" unterschätzt oder nicht bedacht wird, solange ist jede gute Seite einer Idee zum Scheitern verurteilt.


Wer glaubt die "Herrschenden" und deren Verwundbarkeit durchschaut zu haben, der unterschätzt die dunkle Macht des Bösen .
Die imaginären Hauptgegner dieser "Erleuchteten" sitzen in deren eigenen Reihen und der "Herrschende" braucht nur zu warten bis diese sich selbst zerfleischt haben.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+1 # Heidi Preiss 2014-09-21 20:23
Hallo Peter,

einen Lösungsvorschlag kann ich nicht unterbreiten. Aber, es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, macht sie vor aller Augen lächerlich, und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen.
Bekanntmachung allein genügt nicht, aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen, so sagte Joseph Pulitzer.



Und das sollte auch jeder wissen: B`NA/B´British

- offizieles Aushängeschild der einflußreichsten Zionisten

- die Organisation hat 160.000 Mitglieder (jüdische Religion ist Bedingung) außer von Ehrenmitgliedern, und diese sind, ich staune, Dr. Helmut Kohl und Dr. Unterseeboot Murksel.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+5 # Jeserich 2014-09-20 16:55
Edward Bernays*:

"Consumerism keeps people under control. If you trigger these needs and desires, you can get from them what you want."

Konsumverhalten hält die Menschen unter Kontrolle. Wenn diese Bedürfnisse und Begierden erzeugt/ausgelöst werden, kann man sie [die Massen] nach Wunsch und Willen manipulieren.

*Edward Bernays, Jude, war der Neffe Sigmund Freuds

https://www.youtube.com/watch?v=st-_31zYFDw

Fazit:
Nur Notwendiges kaufen.
Wo immer möglich, Leistung mit Leistung ausgleichen. Das stärkt zudem das Gemeinschaftsgefühl.
Selbstversorgung anstreben.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 
 
+2 # Arno 2014-09-20 21:49
Hallo Jeserich,

für mich waren drei Bücher der (anfängliche) Augenöffner bezüglich der Manipulation der Massen...

Machiavelli "Der Fürst" 1532
Gustav Le Bon "Psychologie der Masse" 1895
Edward Bernays "Propaganda" 1929

Wer ein bißchen zwischen den Zeilen liest und diese Belange/Erkenntnis auf heutige Verhältnisse umlegen kann....

Der versteht, m. M. n., ansatzweise was heutezutage abgeht...

Trotzdem....munter bleiben!

Gruß Arno
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 

Kommentar schreiben

Kommentare werden aufgrund lauernder Abmahn-Anwälte vor der Veröffentlichung geprüft. Da ich Dorfling alleine betreibe, kann die Freischaltung deshalb etwas dauern. Ich bitte um Ihr Verständnis.


Sicherheitscode
Aktualisieren

Zusätzliche Informationen