Persönliche Gedanken an einem regnerischen 1. Mai Tag

Lieber, sehr geehrter Peter,

liebe Kommentatoren und Leser,

   Ich denke es ist für uns alle an der Zeit sich einzugestehen, dass es für uns normale, kleine Bürger nichts mehr zu tun, zu beeinflussen oder zu verhindern gibt.

 Wie es "Peter" treffend ausgedrückt und auch ausreichend und gut begründet hat:

Das Ende der Fahnenstange ist erreicht, wie es nun weitergeht, müssen wir dem Schicksal überlassen, das es hoffentlich möglichst gnädig mit uns meint.

  Die tatsächlich im Hintergrund agierenden Mächte - für uns völlig unsichtbar und absolut nicht greifbar - haben faktisch nahezu den ganzen Globus im Griff, zumindest "mehr oder weniger".

   Es ist nur ein schwacher Trost, dass diese Psychopathen es offensichtlich auch für sich völlig "verschissen" haben, denn auch sie werden sich dem was kommt, letztlich nicht entziehen  können.

    Allerdings fürchte ich für sehr, sehr viele Menschen (wir in Deutschland werden wohl mitten drin im kommenden und unausweichlich gewordenen höchst dramatischen Geschehen sein) dass es absolut böse enden wird. Machen wir uns auch für unsere "Lieben" und uns selbst nichts mehr vor.

   Wir haben es wenigstens mit unseren schwachen Mitteln versucht rechtzeitig zu warnen und aufzuklären. Ja, angesichts des wahrscheinlichen kommenden Geschehens - das wir dann wohl ganz passiv über uns ergehen lassen müssen bis zum Ende - müssten wir eigentlich kämpfen wie die Berserker, solange wir überhaupt noch kämpfen und zappeln können. Um aber auch nur geringste Aussichten auf Erfolg zu haben, müsste es deutliche Zeichen geben, dass zumindest eine nennenswerte Anzahl unserer lieben Mitmenschen langsam begreift. Davon gibt es aber, zumindest in meiner persönlichen Umgebung, absolut keine Anzeichen. Im wesentlichen nur Mitläufer, wobei ich von einer detaillierten Kritik und Schilderung lieber absehe.

 

      Natürlich müssen wir den täglichen Irrsinn und Wahnsinn weiter verfolgen und auch kommentieren, um uns ein klein wenig den Kropf zu leeren und an dem ganzen „Unrat“ nicht zu ersticken. Nach meiner Meinung sind jedoch die Zeiten dies konkret öffentlich oder auch nur in mails an andere zu tun, schlichtweg vorbei. Deshalb habe ich für mich den Weg gefunden, anstatt echter mails oder konkreter öffentlicher Kommentare fast täglich mails an mich selbst zu schreiben, diese aber nicht zu versenden, sondern in einem fortlaufenden „Abfall Tagebuch“ abzuspeichern.

 

  Es entfällt damit auch, dass ich meine „Liebsten“ mit meinen Anmerkungen und Hinweisen zum täglichen Geschehen unnötig belaste. Die Mächte die am Werk sind, sind zu übermächtig. Wir halten das Geschehen nicht auf und können nur noch hoffen, möglichst lange im Beobachterstuhl in Ruhe gelassen zu werden und das Schauspiel – in dem wir real mitten drin stehen, als noch weitgehend nichts ahnende Komparsen und wohl vorbestimmte Opfer – zu beobachten und im Stillen zu kommentieren und festzuhalten.

 

Es war und ist dabei für mich immer eine Selbstverständlichkeit, niemanden dabei zu beleidigen oder herabzuwürdigen und allen!!! Menschen -gleichgültig welcher Hautfarbe, Religion, Geschlecht , sexuellen Ausrichtung usw. usw.  - mit Offenheit und Toleranz zu begegnen. Und ich bin auch der Überzeugung, dass ich mich mit meinen Äusserungen immer voll im Rahmen der entsprechenden Ausübung meiner demokratischen Grundrechte auf freie Meinungsäusserung bewegt habe und bewege.

 

Herzlichen Dank nochmals an alle, die diesen nun zu Ende gehenden Weg mitgegangen sind.

 

Liebe Grüße

 

MathePeter

www.mathepeter.eu


Kommentare   

 
+3 # multiman 2016-05-01 17:38
Hallo MathePeter,

das Meiste Deiner Gedanken und Empfindungen deckt sich mit meinen. Nur das Ende des Weges sehe ich nicht so; mag sein, dass etwas endet, eine Türe sich schließt, eine andere sich anbietet, oder alles verschlossen scheint. Aus meiner Ratio ergibt sich kein "absolutes" Ende, sondern eine Weiterentwicklung oder ein Neubeginn, woraus sich für mich eine Haltung des Abwartens, der Erduldung, des stillen Ertragens ausschließt, weil so oder so wache Geister notwendig sein müssen. Deine Energie wird immer wertvoll sein.

Herzliche Grüße
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+7 # MathePeter 2016-05-01 19:30
Danke für Deine Worte, multiman.

Ich hoffe auch sehr, dass die kommenden Geschehnisse aus Sicht der Menschheit kein Ende bedeuten. Möglicherweise wird es ja Teil eines notwendigen "Fegefeuers" oder Evolutionsprozesses , nach dem die verbleibende Menschheit auf einem anderen, höheren Bewußtseins Niveau auf unserer wunderschönen Erde weiter leben wird.

ich hoffe, dass die Menschheit sich dann nicht wie bisher über die Natur stellt und andere Menschen, die Erde, Tiere und Pflanzen als reines Nutzobjekt für ihre Gier sieht.

Der Mensch muß begreifen, dass er nur ein kleiner und dazu noch sehr verwundbarer abhängiger Teil der Natur ist und deshalb auch nur mit der Natur längerfristig überleben kann.

Durch die weitgehende Ausrottung und die Zerstörung der Lebensräume der vielfältigen indigenen Bevölkerungen der Erde, haben wir jedoch auch den entsprechenden "Genpool/Wissenspoo l" der Menschheit in den beiden letzten beiden Jahrhunderten weitgehend zerstört.

Wie es in der etwas ferneren Zukunft auch sei: Was der anstehende Reinigungsprozess der Menschheit für die allermeisten der davon betroffenen Individuen bedeutet, brauche ich nicht weiter auszuführen.

Und während dieses Prozesses wird es wohl einen weiteren, in dieser Hinsicht negativen Ausleseprozess geben, hin zum Überleben der im Sinne der Evolution stärkeren Individuen, mit den entsprechenden Charaktereigenschaf ten.

Aber vielleicht erhalten wir ja tatsächlich noch eine Chance unsere positive Energie - so klein der Beitrag sein mag- in die zukünftige Gestaltung einzubringen: nach der Chaos Theorie kann ja auch ein Schmetterlings Flügelschlag ein Erdbeben auslösen.

Herzliche Grüße
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+6 # Rovcanin Boban 2016-05-02 10:53
Eine sehr objektive und realitische Wiedergabe des Punktes an dem wir jetzt stehen und dafür kann man dir nur Danken Peter!!!
Aber, wir unterhalten uns zu oft über das mögliche Ende dieses Zustandes und Leides welches zu 99% nur vom Menschen auf diesem Planeten verursacht wird. Es spielt weder eine Rolle für uns oder ist momentan in unseren Händen welches Ende diese griechische Tragödie nimmt. Was zählt ist das Hier und Jetzt und das wurde und wird gerande auf diesem Blog oft zu 100% richtig wiedergegeben nur, welches Schlüsse viele (die meisten) daraus ziehen ist doch immer wieder Beweis genug welche Kontrolle und auf welche Irrwege die wahren Mächtigen über die Menschheit haben und wohin wir geleitet werden!
Es ist unglaublich zu welchen Faschisten uns das System nach westlichen Werten "Wieder" gemacht hat ohne dass es vielleicht mehr als 5% bemerkt haben, oder ist jemand anderer Meinung und kann dies beweisen??? Wenn sie, in wahrscheinlich naher Zukunft, wieder einmal im eigenen Blut waden und rufen: Das haben wir nicht gewusst! Ist das Bitterste daran, dass sie es wirklich zum x-mal nicht gewusst haben. Wieviel unsägliches Leid müssen wir über das ganze Leben auf diesem Planeten noch bringen bis wir uns der Realität stellen und von diesem Weg der Apokalypse abkommen?
Wir, die wahrscheinlich gar nicht anders können als sich an die Realität zu halten, können nur eines für sich und die Zukunft dieses Planeten machen nähmlich, sich hier und jetzt am Verbreiten der Wahrheit und Realität zu beteiligen egal welches andresierten Reaktionen uns die aller meisten Mitmenschen engegen bringen werden.
Gebe zu, bin müde des Kampfes der bei mir schon in meiner Jugend angefangen hat aber, mit dem Alter hat man fast alles schon gesagt, gehört und in meinem fall auch oft durchlebt. Muss etwas kürzer treten und mir etwas Energie für das was kommen mag aufheben um auch für meine Familie dasein zu können.
Wünsche allen den Mut und die Kraft sich auch weiterhin nicht der vorgespielten Realität zu unterwefen und immer und überall darauf hinzuweisen dass der Mensch noch lange nicht das freie Individuum ist welches er anhand seiner Fähigkeit sein kann und vieleicht sein wird!!!
LG an alle!
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+4 # MathePeter 2016-05-02 15:22
Ja, lieber Rovcanin, wir sind wohl beide schon etwas ältere Semester und ich denke deshalb – nach dem was ich von Dir bisher als stiller Mitleser mitbekommen habe – dass diese Anrede erlaubt und gerechtfertigt ist.
Als „Alte“ haben wir eben noch Wurzeln und konkrete Berührungspunkte zu den ersten Nachkriegsjahren. Darüber hinaus wurden wohl die schlimmen Kriegszeiten von uns mit der Muttermilch eingesaugt. Und was vielleicht noch wichtiger für unsere Prägung war: Wir wurden wohl von Eltern groß gezogen, die im Krieg auch nur kleine Opfer des damaligen Systems geworden sind und die durch die furchtbaren Ereignisse wohl stark traumatisiert waren, ohne dass auch nur ein „Hahn danach gekräht hat“.
Dem verdanken wir wohl eine starke Immunisierung, die uns unempfindlich gemacht hat, gegenüber den für uns doch so offensichtlichen und immer bizarreren Lügen und der Verdeckung und der Vertuschung der in größtem Umfang begangenen Verbrechen gegenüber der Menschlichkeit, die in den nächsten Jahren - bei all den im „Hintergrund“ laufenden Geschehnissen - wohl noch alles weit übertreffen werden, was bereits bisher geschah.
Den nachfolgenden Generationen fehlt diese Urimpfung völlig. Darüber hinaus wurde mit Ihnen über Jahrzehnte eine systematische Umerziehung vorgenommen. Dazu kommt der bisherige und fast schon unanständige Wohlstand, der diese Menschen ihr ganzes Leben begleitet hat und den sie für fast schon naturgegeben halten. Kein Wunder, dass sie an das Gute im System glauben müssen und gar nicht auf die Idee kommen, das ganze Theater von „Demokratie“ kritisch zu hinterfragen. Auch „Orwell 1984“ ist diesen Menschen überhaupt kein Begriff mehr, da sie sich doch sonst nicht mit Begeisterung die Abhörinstrumente selbst anschaffen, mit denen sie dann bis aufs Klo lokalisiert und überwacht werden können, von einem Staat, der seine Masken bereits jetzt immer stärker und immer hemmungsloser fallen lässt, ohne dass von dieser Seite auch nur ein Funken Widerstand oder Argwohn aufkommt. Diesen Jungen Menschen kann nach dem geschilderten auch niemand einen Vorwurf machen. Mein Vorwurf richtet sich allein gegen die schon etwas Älteren und hier insbesondere gegen die sogenannte „Intelligentia“, die sich - wohl aus Angst etwas zu verlieren - selbst etwas vormacht und sich , auch das kein neues Pänomen, voll auf der richtigen Seite wähnt.

Nein, ich denke dass die Zukunft bereits weitgehend entschieden ist und dass das Aufwachen - wenn es denn überhaupt gegen die Richtigen stattfindet und nicht die Warner als erste an der Reihe sind… - nicht mehr rechtzeitig stattfindet. Unsere Funktion dürfte deshalb vor allem sein, den nachfolgenden freien Generationen – falls es die nochmals geben sollte und die Menschheit nicht völlig unterjocht wird – Zeugnis davon zu geben, dass es auch damals noch Menschen gab, die wenigstens nebulös erkannten was hinter dem Vorhang tatsächlich geschah.

Wir Du erkennen kannst - an der Art wie meine Gedanken bei der Formulierung der Anwort an Dich nur so sprudeln - kann ich mit der entsprechenden Auseinandersetzung mit der Gegenwart schon von meinem Charakter her gar nicht ganz aufhören. Wie aber auch Du gesagt hast, sollte unsere erste Priorität zukünftig in der Bewahrung unserer Kraft für unsere Familie legen. Schon unser „Alter“ läßt dies wohl ratsam erscheinen.

Mit lieben Grüßen unbekannterweise an Dich und alle anderen
Mathe(Peter)
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0 # Rovcanin Boban 2016-05-07 18:07
WO IST PETER??!!!!!!
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+2 # Peter 2016-05-09 00:41
Hallo Boban,

es freut mich, dass dir meine "Abwesenheit" aufgefallen ist und ich danke dir dafür. Es gibt aber gottseidank keinen Grund, sich Sorgen um mich zu machen. Ich fühle mich putzmunter und gesund. Na ja, irgend ein Arzt würde wahrscheinlich schon irgend etwas bei mir finden, aber da ich die letzten mindestens 15 Jahre bei keinem Arzt war, hoffe ich, dass ich auch die nächsten 15 Jahre keinen brauchen werde.

Dass ich im Moment nichts schreibe hat mehrere Gründe.

1. Im Augenblick gibt es meiner Meinung nach nichts zu kommentieren, was wir nicht schon wüssten. Alles läuft weiter wie bisher und wir kommen dem Abgrund jeden Tag ein Stückchen näher.

2. Weil ich glaube, dass wir dem Abgrund schon sehr nahe sind, habe ich mir eine Auszeit genehmigt, um das Ganze noch einmal mit ein wenig Abstand und unbeinflusst vom Tagesgeschehen zu betrachten.

3. Ich kam an den Punkt, an dem mich die täglichen Propagandameldungen des Mainstreams und die verlogenen Aussagen der Politik aufzuregen begannen und ich Gefahr lief, mich auf das Niveau von Politik und Mainstream hinabzubegeben. Bisher konnte eigentlich nichts meinen Puls um mehr als 5 Schläge pro Minute beschleunigen und das soll auch der Politk und dem Mainstream nicht gelingen.

4. Ich wollte die uns verbleibende Zeit noch einmal nutzen, um wichtige und erlernte Fähigkeiten (Gartenbau, Brot backen, Lebensmittel konservieren und tausend Dinge mehr)aufzufrischen und zu verbessern (ich mache immer noch kleine Fehler beim Kompostieren und gebe immer noch unnötig viel Salz ins Sauerkraut :oops:

5. Als ich wieder was schreiben "wollte", da kam mir der gute MathePeter mit seinen "Gedanken zum 1. Mai" zuvor und schrieb eigentlich genau das, was ich auch zu Papier bringen wollte. (Danke MathePeter, da hast du mir noch ein wenig Ausszeit damit verschafft)

6. Ich wollte ein wenig Auszeit, damit ich dann wenn es ernst wird (und das Internet noch funktioniert), noch genügend Energie habe sinnvolles zu leisten.

7. Dorfling hatte ein paar Angriffe zu meistern. Ich weiß nicht, ob es jemanden aufgefallen ist, dass Dorfling zeitweise über 7000 "User" gleichzeitig "besuchten" (hab Dorfling ein paar mal abgeschaltet).


Wie dem auch sei, ein paar Tage Auszeit werde ich mir noch gönnen. Ich muss schließlich noch meine Tomaten, Paprikas, Habaneros, Kürbisse, Gurken, Kohlrabis, Karotten, Erbsen, Bohnen usw. auf Wachstumskurs bringen :-)


Bis dahin beobachte ich natürlich sehr genau, was auf der kaputten Welt vor sich geht und werde mich selbstverständlich sofort melden, wenn etwas in Bewegung gerät (ich glaube zwar, dass in den nächsten 7 Tagen nichts passieren wird, sicher bin ich mir aber nicht, denn alles hängt nur noch an sehr dünnen Fädchen).


Liebe Grüße an dich lieber Boban und selbstverständlich auch an alle Leser Dorflings. Genießt, wie MathePeter schon sagte, die noch relativ ruhigen Zeiten und freut euch des Lebens.

Peter
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+1 # Gegen das Vergessen 2016-05-10 21:58
@Peter

Toll, Deine Garten- und Konservierungsaktivitäten!

Mache in dieser Richtung auch einiges, da besser,gesünder und billiger.

Viel Freude beim Gärteln weiterhin!
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+1 # Carlo 2016-05-08 16:11
Hallo MathePeter!

Die gefühlte Machtlosigkeit ist gewollt. Sie ist aber nicht real.

Wenn Kinder bei einem Spiel nie gewinnen, dann verlieren sie die Lust für dieses Spiel. Das bedeutet aber nicht, dass sie aufhören zu spielen. Sie erfinden neue Regeln oder spielen etwas anderes.

Die meisten Erwachsenen verlernen dieses Verhalten oder es wird ihnen aberzogen. Beispielsweise gehen sie alle 4 Jahre zu irgendwelchen Urnen und werfen ihre Stimme hinein. Ein seltsames Spiel. Bei dem die meisten wissen, dass sie nicht gewinnen können. Dies würden die Kinder nicht dauerhaft tun.

Es gäbe weitere Beispiele. Ein wichtiges wäre der Zins in Waren und Dienstleistungen. Darüber berichtet man im Mainstream nicht. Völlig unsichtbar, obwohl wir täglich damit zu tun haben. Ein Spiel wie Monopoly, bei dem am Ende nur einer gewinnen kann, welches aber für die gefühlte Ohnmacht entscheidend ist.

Ich denke, es ist es Wert, dass man sich damit ausführlicher befasst. Das ist ein Schwerpunkt für sich.

Auf die gefühlte Machtlosigkeit/Ohnm acht geht Professor Mausfeld in diesem aktuellen Vortrag ein:
"Der Neoliberalismus ist das geplante endgültige Ende der Demokratie."
https://youtu.be/_B1Ilx9N0C0
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+1 # MathePeter 2016-05-08 19:35
Hallo Carl,

herzlichen Dank für Deine guten Hinweise.

Dazu noch einige wenige Ergänzungen.

1.)Ich habe auch ziemlich lange gebraucht um festzustellen und entsprechend zu realisieren, dass Wählen absolut sinnlos ist . Es wird uns nur ein „Demokratiespektake l“ geboten.Vor der Endphase des Zinses-Zins Systems, die jetzt zweifellos angebrochen ist, war es für die Mächtigen eben einfacher und günstiger uns im Glauben zu lassen, dass wir eine Demokratie hätten, in der wir allederdings – außer der belangslosen Wahl ob die Vollpfosten rot, grün gelb, munkelesbraun, schwarz oder ähnliches sind – absolut nichts entscheidendes beeeinflussen können. Je enger und brisanter unsere Situation wird, um so mehr wird diese Maske wohl fallen gelassen.

Deinen Hinweis zu dem excellenten Vortrag von Prof. Maussfeld - der im Detail schildert, wie wir, weitgehend von uns Manipulierten unbemerkt, von unseren Medien mit wissenschaftlicher Akribie "geführt" werden - möchte ich noch ergänzen um folgenden Aufruf zur bewußten und aktiven Nichtwahl:

http://wissensfieber.de/illusion-wahlen/


2.) Der Zinsbetrag, der sich über die gesamte Laufzeit in allen Waren und Dienstleistungen in exponentiell wachsender Höhe ansammelt und für jede einzelne Ware/Dienstleistung in über die Jahrzehnte akkumulierter Höhe jedesmal bezahlt werden muss, wird von fast niemand erkannt, ist aber Realität. Danke für Deinen wichtigen Hinweis.

Es bedeutet, dass wir bei jedem Kauf irgendwo zwischen 30% und 80 % an Zinskosten bezahlen (die Zinskosten stecken ja z.B. nicht nur direkt in der aktuell gekauften Ware, sondern sind unter anderem in allen unseren Infrastrukturen enthalten, die zur Produktion und Vertrieb der einzelnen Ware notwendig ist. Der Zinsanteilmacht bei fast allen Dingen wahrscheinlich schon den Löwenanteil der von uns als Verbaucher zu bezahlenden Kosten aus. Es gibt natürlich auch Gewinner, die genau den Betrag nahezu "leistungslos" einstecken können.

Auf meiner Homepage habe ich eine entsprechende Modellrechnung:

Kaum jemand ist klar, welche dramatischen Konsequenzen auf längere Sicht (nach der Zeitdauer von einígen Jahrzehnten ab Beginn eines neuen Durchlaufs eines Zinseszins Schuldgeld System) ein solches System für uns alle mit mathematischer Zwangsläufigkeit hat. Es gibt nach Jahrzehnten keinen Ausstieg mehr aus diesem System aber auch keine "gute und uns schonende" Lösung mehr. Bei entsprechenden Diskussionen habe ich gemerkt, wie schwer zu verstehen ist, dass das derzeitige Finanzsystem zwangsläufig und mit immer rascherer und am Ende geradezu explodierender Geschwindigkeit der Verschuldung (und damit als Spiegelbild ebenso explodierender Guthaben als unausweichlicher Kehrseite der Medaille.Nur sind die Schuldner und Bürgen einerseits und die Profiteure andererseits ein völlig unterschiedlicher Personenkreis) wachsen muss.

Fortsetzung folgt
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+1 # Carlo 2016-05-08 20:34
Dank der doppelten Buchführung, darauf beruht das moderne Geldsystem, gäbe es eine "gute und uns schonende Lösung". Mit ein paar Zeilen Gesetzestext und anschließenden Buchungen, wär die "Krise" vorbei. Aber das ist politisch nicht gewollt.
In einer Gesellschaft, die von Menschen für Menschen und nicht für den Profit gestaltet wird, wäre es kein Problem.


Das Zinzeszinssystem wurde so oft durchgekaut, dass ich dazu im Moment nichts schreibe.
Für die Menschen ist es interessanter zu wissen, warum sie, selbst bei steigenden Löhnen - (wenn es sie mal wieder geben sollte), niemals auf einen "grünen Zweig" kommen.
Man kann niemanden für eine Geldreform begeistern, der meint, dass er ja mit seinem Zins vom Sparbuch zu den Gewinnern zählt. Erst wenn man begreift, dass man trotz 1.000€ Zinsen im Jahr verloren hat, wird man anfangen Fragen zu stellen.
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0 # Gegen das Vergessen 2016-05-12 19:46
@Carlo

zitiere Carlo:
... Mit ein paar Zeilen Gesetzestext und anschließenden Buchungen, wär die "Krise" vorbei. Aber das ist politisch nicht gewollt.


Ganz und gar nicht gewollt. Wer es versucht(e) auf der Weltbühne, wird mit Krieg überzogen oder ermordert. Siehe jüngstes Beispiel Gaddafi, der auf Gold Dinar umstellen wollte und grausamst ermordet wurde. Kennedey wollte die FED loswerden. Selbiges geschah ihm.

Die Geldmafia hat alle Macht. Ihr Geldsystem dient ihr zu ihrem Machterhalt. Der Tanz um das goldene Kalb ist die Berauschung am Geld und symptomatisch für die menschliche Wesensart. Ausnahmen gibt es, doch die sind nicht die Regel. Beispielsweise, kenne ich niemanden, der nicht auf seinen Vorteil aus wäre. Die Fädenzieher wissen das und benutzen diese menschliche Charakterschwäche zu ihrem Vorteil. So ziemlich JEDER ist käuflich.

Würde mich freuen, wenn Du andere Erfahrungen gesammelt hast und mein hartes Urteil widerlegen könntest.

Fazit:

Unter den gegebenen Umständen, sind "wir" Lichtjahre entfernt von einem System, das der Gemeinschaft der Völker dienen könnte.

Ich wiederhole mich: Im KLEINEN ist es möglich, Vertrauen in der Gemeinde aufzubauen und ZUNÄCHST Leistung mit Leistung a u s z u g l e i c h e n.

Wenn Peter seinem Nachbarn von seinen Gartenprodukten abgibt, dem diese fehlen, und der Nachbar ihm seinen Rasenmäher dafür repariert, wird Vertrauen aufgebaut und Steuern abgebaut. Nur mal so als kl. Beispiel.
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0 # Carlo 2016-05-14 21:14
Zunächst einmal: Ich möchte niemanden widerlegen. Das liegt mir völlig fern. Jeder kann und soll seine Meinung haben.

Ich habe nur einen anderen Blick auf die Probleme der Gegenwart, die in Wirklichkeit die Probleme der letzten 5000 Jahre sind; vielleicht länger.
In meinen Augen ist es ein Fehler anzunehmen, dass die "Geldmafia" die Macht habe. Wenn überhaupt, dann hat sie die Gewalt und das Wissen, wie man manipuliert.
Die breite Masse sehe ich eher in der Rolle eines Arbeitselefanten. Der brauchte seinen "Arbeitgeber" nicht, um sich zu ernähren und um zu leben. Die Frage ist nur, ob das "Volk" intelligenter ist als der Elefant.

Wenn Du der Meinung bist, dass man eine Leistung mit einer anderen aufwiegen kann, dann soll es für Dich und Deine Kommune so sein. Ich würde mich in einer Kommune mit kooperativen Lebenstil wohler fühlen.

Es spricht nichts dagegen, dass mehrere Alternativen zum bestehenden Unrechtssystem nebeneinander existieren. Man sollte nichts verabsolutieren und meinen, dass es nur einen Weg gäbe. Im Großen wie im Kleinen.
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0 # Gegen das Vergessen 2016-05-15 15:40
Hallo Carlo,

Es ging (mir) lediglich darum, herauszufinden, ob Deine Erfahrungen mit Mitmenschen Deiner Gemeinde und darüber hinaus in Bezug auf Eigenvorteil versus Gemeinwohl mit Deiner Vorstellung "alles in einen Topf" stimmig sind.

Oder anders: Hat in Deiner Gemeinde ein "kooperativer Lebensstil" schon Fuß gefasst und falls, wie gelang dies?
Gruß
GdV
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0 # Carlo 2016-05-15 18:16
Lieber GdV,

auf Deine Frage: Auch meine Gemeinde lebt unter ganz "normalen" westlichen Bedingungen inkl. Geldsystem und Zinsen, zentralisierte Parteiendiktatur.
Die meisten pflegen gutnachbarschaftlic he Beziehungen und helfen einander. Kooperativ und solidarisch geht es bisher nur bei Hochzeiten und Festen, Trauerfällen und Unglücken zu. Viele beteiligen sich nicht und sind auch nicht immer die angenehmsten Nachbarn.

Es gibt also in den zwischenmenschliche n Beziehungen mehrere Ebenen. Keine neue Erkenntnis, denke ich.
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+2 # MathePeter 2016-05-08 19:38
3.) Zu meinem Gefühl der absoluten Machtlosigkeit gegenüber den aktuellen Geschehnissen und der absoluten Dramatik des zukünftigen vielfältigen Geschehens, noch ein Hinweis auf Untersuchungen von Professor Gunnar Heinsohn:
Gunnar Heinsohn, Leiter des Instituts für Völkermordforschung an der Universität Bremen, vertritt mit seinem vorliegenden Buch im Bereich der Terrorismusforschun g eine neuartige und zugleich frappierende These: Nicht religiöser Fanatismus oder steigende Armut seien die eigentlichen Ursachen für den wachsenden internationalen Terrorismus, sondern der Überschuss an Jugendlichen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung.S einer Untersuchung nach steigt die Wahrscheinlichkeit von Gewaltausbrüchen, wenn die so genannten „youth bulges" - eine überproportionale Ausbuchtung von Jugendlichen an der Bevölkerungspyramid e - mehr als 30 Prozent erreichen!So einfach diese These auch klingen mag, Heinsohn unterlegt sie mit historischem Faktenmaterial: Von der Hexen- sprich Hebammenverfolgung in der Frühen Neuzeit, um den Feudalherrschern nach der Pest wieder eine hohe Untertanenanzahl zu sichern, über die „Secundones" - die zweitgeborenen spanischen Söhne des 15. und 16. Jahrhunderts - die in der Neuen Welt ihr Glück suchten und zu blutigen Kolonialisten wurden, bis hin zu den amerikanischen und europäischen „youth bulges" im 19. Jahrhundert, mit denen der Westen damals ein Viertel der Weltbevölkerung stellte und die von einer gewaltigen islamischen Geburtenrate in den letzten 50 Jahren abgelöst wurde. Derzeit leben in den islamischen und afrikanischen Staaten rund 300 Millionen junger Männer im Alter von 15 und 30 Jahren bei einer Gesamtzahl von rund zwei Milliarden Menschen. Dies sei nach Heinsohn ein idealer Nährboden für die Rekrutierung von Kämpfern und Terroristen, da nicht auf Grund von „Armut und Mangelernährung" Terroristen rekrutiert werden. „Um Brot wird gebettelt. Getötet wird für Status und Macht. Die zukünftigen youth bulges werden von den Strategen gerade deshalb als internationale Bedrohung gefürchtet, weil die große Mehrheit von ihnen nicht um das nackte Überleben kämpfen muß, sondern Kraft, Zeit und Freiheit ... für mehr hat." Deshalb interessieren sich Strategen vorrangig erst nach einer eventuellen Hungerbeseitigung für das immer wahrscheinlicher werdende Konflikt- und Kriegsszenario: „So kalt das anmutet, vor den Hungernden haben sie keine Angst. Je erfolgreicher jedoch der Kampf gegen Hunger und Analphabetentum verläuft, desto kampfeslustiger werden die nach oben strebenden jungen Männer. Die allgemeine Hoffnung auf das Ende der Kriege durch den Endsieg im Krieg gegen den Hunger gilt den Strategen als liebenswerteste und zugleich naivste der Illusion. Wohl nirgendwo liegen Kriegs- und Friedensforscher weiter auseinander."

Die Anmerkungen zu Prof. Heinsohn habe ich einer Reszension seines entsprechenden Buches entnommen.

Herzliche Grüße an Dich und alle anderen. Geniesst die noch relativ ruhigen Zeiten und freut euch des Lebens.

MathePeter
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+1 # Carlo 2016-05-09 16:56
Hallo MathePeter!

Danke für den Einblick in Deine Gefühlswelt. Natürlich achte ich Deine Gefühle, aber ich teile weder die Meinung des Verfassers der Rezension noch die Ansichten Heinsohns.
Ich habe das Buch schon vor 8 oder 9 Jahren, bis zur Hälfte, gelesen und weggelegt.

Viele Grüße zurück.
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+1 # Gegen das Vergessen 2016-05-10 00:12
@Carlo

Geht mir ähnlich in Bezug auf Heinsohn, wie auch Kreutzer.

Eine Währung ohne Geld - Dezentralisiert - Jeder kreiert zinsfreien Kredit für Jedermann


Fei Lun
Das älteste Währungssystem der Welt

http://www.initiative.cc/Artikel/2011_07_23_Fei_Lun.htm
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0 # Carlo 2016-05-10 20:08
Das Fei Lun "lief" mir vor einigen Jahren über den Weg. Ich persönlich finde die Idee gut, jedoch nicht gut genug.
Ganz kurz begründet: Gut, weil zinslos. Nicht gut genug, weil private Schuldverhältnisse zwischen Menschen begründet werden.
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0 # Gegen das Vergessen 2016-05-10 21:50
Ein System wie Fei Lun würde einen revolutionären Bewußtseinwandel voraussetzen. Ein solcher ist weit und breit nicht zu erkennen.

Wenn die Geldkreierung entmonopolisiert unters Volk verlegt, und gegen Leistung statt Schuld kreiert würde, ergäbe dies Wohlstand.

Hätte, würde, könnte, sollte ...

IST aber nicht so, denn der Mensch sieht generell Geld immer als einen Haufen, von dem er nie genug haben kann und meistens zu wenig hat.
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0 # Carlo 2016-05-10 22:31
Ob DER Mensch so ist, sollte man vielleicht nicht verallgemeinern. Ich kenne viele, die nicht so sind. Aber das gegenwärtige gesellschaftliche System kitzelt bestimmte Eigenschaften aus den Menschen heraus.
Außerdem darf man nicht vergessen, dass es Geld, wie wir es kennen, erst eine historisch kurze Zeit gibt. Menschen konnten also auch ohne Geld leben.
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+1 # Gegen das Vergessen 2016-05-11 01:21
Klar nicht. Deshalb das Wörtchen "generell" im Text. ;-)

Es wäre erstrebenswer, ohne "deren" Geld zu leben.
Deren Geldsystem treibt uns in die TOTALE Sklaverei.

Im Kleinen kann Jeder etwas dahingehend ändern, indem er Leistung gegen Leistung tauscht. Die Amische machen es vor.
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0 # Carlo 2016-05-11 16:31
Wenn man konsequent ist: Warum tauschen und um einen Wert feilschen?

Eltern, die den Haushalt führen und Kinder erziehen bringen eine Leistung. Alte Menschen, die Kindern Geschichten erzählen erbringen ebenfalls Leistungen. Wer seine kranken Großeltern pflegt auch. Wer einen Gemüsegarten anlegt, wer Dichter oder Sänger oder Blogschreiber oder Filmemacher ist, tut es ebenfalls. Genau wie der Automechaniker, Schuster, Forscher ... Wenn Beruf mit Berufung erklärt wird und nicht als notwendige Erwerbsarbeit.

Wenn sie alle in einer Gemeinschaft leben, können sie alle Leistungen in einen Topf werfen und wären in einer win-win-Situation. Wenn sie tauschen wäre es ein Null-Summen-Spiel (Das haben wir bereits.).

OK. Bis zu dieser Einsicht ist es noch ein langer Weg.
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+2 # Gegen das Vergessen 2016-05-08 22:38
Oswald Spengler sah schon in seinem letzten großen Werk "Jahre der Entscheidung" (1933), Deutschlands/Europa s heutige Lage voraus.

In Kapitel IV "Die Farbige Weltrevolution" äußert er sich u.a.:

"Die Farbigen sind nicht Pazifisten.Sie hängen nicht an einem Leben, dessen Länge sein einziger Wert ist. Sie nehmen das Schwert auf, wenn wir es niederlegen."

Der fehlende Verteidungungswille des seit Jahrzehnten auf Pazifismus getrimmten Abendlandes, wird das Ende Europas zur Folge haben.

Den Kopf ob der Realität in den Sand zu stecken, oder die Realität schönzureden hilft nicht weiter. Im persönlichen Dasein gibt es noch Raum zu einem Bewußtseinswandel.

Bspsw. Konsum einschränken, wo es nur geht, ist ein guter Schritt. Das macht sogar Spaß. Anfangs glaubt man gar nicht, wie viel schwereloser das Leben wird ohne den ganzen unnötigen Ballast. :-)
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+2 # MathePeter 2016-05-09 13:40
Danke für den Hinweis auf "Spengler". Es bleibt jedem überlassen die obigen Aussagen von Spengler und Heinsohn selbst zu überdenken, nicht zuletzt im Hinblick auf die Auswirkungen auf unser persönliches Schicksal.

Wie dies konkret aussehen wird, wann die Fäden endgültig reissen: ????

Es wird nicht zuletzt auch durch das für uns nicht vorhersehbare Verhalten von China bestimmt, das ebenfalls auf ganz leisen Sohlen dabei ist, unsere bisherige Welt aus den Angeln zu heben:

" Nach Angaben des US-Schatzamts befinden sich nur etwa 1,2 Billionen Dollar liquide Sicherheiten in chinesischen Händen. Und das wird sich schnell verringern – weil China weiter Gold kauft. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, China hat seine Wirtschaft bereits gedreht. Das bringt uns zurück zu der dramatischen Erhöhung des BDI. Die Ölpreise steigen. Und China kauft alles davon.

Peking rückt an allen Fronten vor; verteilt Einfluss/Handelsver träge quer durch Eurasien, aus dem die neuen Seidenstraßen einen riesigen Handelsplatz machen werden; modernisiert sein Militär; kauft strategische Anlagen im Ausland; baut weltweites Vertrauen in den Yuan als stabiler Reservewährung auf; erlaubt der chinesischen Elite, ihr enormes Vermögen durch den Kauf ausländischer Anlagegüter zu diversifizieren, von Weingütern in Bordeaux bis zu dem einen oder anderen Fußballriesen, wie dem AC Milan.

Kein Wunder, dass die erstaunliche Ausbreitung der chinesischen Wirtschaftsmacht die gesammelten Exzeptionalisten – von den Neocons bis zu den Neoliberal – völlig verwirrt hinterlassen hat. Washington hat den Nationen in Asien, Afrika und Lateinamerika absolut nichts zu bieten – was das angeht, dem ganzen globalen Süden nicht. Sie alle haben gesehen, dass Peking nicht auf dem Markt ist, um im Stile der Mafia Zinseszins auf Staatsschulden einzufordern, „Unterstützung“ für die neoimperialen Züge der NATO oder der UN, einen weiteres exterritoriales Drehkreuz für das US-Empire der Stützpunkte; oder völlige Beherrschung ihrer Zentralbanken.

Andererseits haben sie gesehen, was Washington bietet: endlose Kriege, die fortschreitende Zerschlagung des Nationalstaats; Demokratie, die in Fetzen gerissen wird; und die technokratische Herrschaft durch die 0,00001%.

Dennoch, all das ist nur die Ruhe vor dem Sturm- Das Empire schlägt bereits zurück. Auf dem Pfad vor uns fließt reichlich Blut.

Ob der Saker

http://vineyardsaker.de/analyse/die-ruhe-vor-dem-kommenden-globalen-sturm/


im Detail recht hat, soll dahin gestellt bleiben. Auch hiermit wird ja zweifellos versucht Meinungen und Stimmungen zu verbreiten, von der anderen Seite.

Richtig ist aber sicher:

Wir erleben höchst wahrscheinlich die letzten Monate und allenfalls noch letzten Jahre des alten Europa wie wir es kannten und liebten.
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0 # Connie 2016-05-12 15:32
Mein erster Kommentar heute in diesem Forum. Die Kommentare Anderer finde ich sehr interessant und auch informativ.
Dennoch möchte ich kurz an dieser Stelle schreiben: Kopf hoch! Zwar sehe ich die ablaufenden Dinge/Realitäten ähnlich wie die anderen Autoren und Kommentatoren. Da es m.E. aber auch wichtig ist, daß wir nicht den Kopf hängen lassen oder in den Sand stecken, werde ich auch meine Beiträge in Kürze auf dieser Seite starten. Dies wiollte ich zwar schon sehr lange, aber jetzt soll es endlich losgehen.
Ein wichtiger Punkt scheint mir zu sein, daß wir unseren Horizont erweitern. Das hat auch zur Folge, daß jeder von uns versuchen sollte, sich wie Peter Auszeiten zu nehmen. Oder die Reduzierung der zu lesenden Artikel in den Internet-Diensten. Ich denke, daß wir mit viel zu vielen negativen Beiträgen und Reizen konfrontiert werden. Dadurch können sich "depressive Zustände" breitmachen, die dann dazu führen, den Kopf in den Sand zu stecken und sich einzugestehen, daß man nichts Positives mehr bewirken kann. Doch: Wir können Positives wirken, wenn auch vielleicht erst mal nur in kleinen Kreisen, in unserem Umfeld. Natürlich sehe auch ich die Schwierigkeit, daß viele Mitmenschen in unserem jeweiligen Umfeld die sich dramatisch verschlechternde Entwicklung nicht sehen (wollen). Es geht mir nicht darum, dei Realität nicht zu sehen oder nur Positives herauszufischen, wo das Negative/Böse überhand nimmt. Jeder von uns sollte sich aber auch Gedanken machen, dei seinen Horizont erweitern und mithelfen Positives zu bewirken. Auch wenn es derzeit immer schwieriger wird, dies anzuerkennen.

Also Kopf hoch!!!
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0 # Connie 2016-05-12 15:47
Einen ersten Nachtrag zu meinem vorigen Kommentar: Jeder wird die Trilogie"Der Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien kennen: Film oder Buch oder beides. Im ersten Teil "Die Gefährten", als die Gemeinschaft in Lothlorien war, kam es auch zu einem Gespräch zwischen Frodo und Galadriel, nachdem Frodo in den Spiegel gesehen hatte: (Zitat aus dem Film, SpExEd)
"Galadriel: Ich weiß, was du gesehen hast. Denn ich nehmedasselbe wahr. Du hast gesehen, was geschehen wird, wenn du scheiterst. Die Gemeinschaft zerfällt. Es hat bereits begonnen. Er wird versuchen, den Ring an sich zu nehmen. Du weißt, von wem ich spreche. Nacheinander wird der Ring sie vernichten. Frodo: Wenn ihr ihn verlangt, will ich euch den einen Ring geben. Galadriel: Du gibst ihn mir freiwillig?... Ich werde schwächer werden und in den Westen gehen und Galadriel bleiben. Frodo: Ich kann es nicht alleine tun. Galadriel: Du bist ein Ringträger, Frodo. Einen Ring der Macht zu tragen, bedeutet allein zu sein. Das ist Nenya, der Ring aus Adamant. Und ich bin sein Hüter. Diese Aufgabe ist für dich bestimmt. Und wenn du keinen Weg findest, findet ihn niemand. Frodo: Dann weiß ich, was ich tun muss. Es ist nur, ich habe solche Angst davor. Galadriel: Selbst der Kleinste vermag den Lauf des Schicksals zu verändern."
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0 # MathePeter 2016-05-12 16:29
Herzlichen Dank,Connie, für Deine Kommentare und Deinen guten Ratschlag.

Du hast ja völlig recht, daß wir uns von den vielfältigen, negativen Geschehnissen nicht überwältigen lassen sollten.

Zu den für die Mehrzahl der Menschen verdeckt ablaufenden Geschehnissen kommt ja belastend noch hinzu, dass weitere Recherchen oftmals den Vorhang über dem Geschehen für uns noch ein kleines Stück weiter anheben. Das was wir dabei Stück für Stück vom "Regie führenden Monster" erfahren, ist eben mehr als beunruhigend und verstärkt bei mir oftmals das Gefühl der Hilflosigkeit.

Diese Infos sind uns nur aufgrund der Existenz des noch weitgehend freien Internet - im Gegensatz zum Geschehen von vor ca 100 Jahren oder ca 70 Jahren, wo es viel einfacher war, die Menschen durch die Medien manipuliert in die Irre zu führen, fast ohne jede Chance die Manipulationen zu erkennen - überhaupt zugänglich. Dabei muss zur Zeit das "Monster" das Internet noch weitgehend frei offen halten, um keinen zu großen Argwohn bei der Bevölkerung hervor zu rufen, der das Monster ja gerade mit Hilfe des überall und jederzeit zugänglichen Internet Fesseln anlegt in Richtung totale Überwachung (jede Sekunde und jeder Ort), die nach einer gewissen Phase einen Widerstand wohl völlig unmöglich machen.

Die jetzige Phase ist deshalb für das "Monster" eine besonders kritische Phase.Für mich ist es ein weiteres Indiz, dass die unentrinnbare Falle zügig in Arbeit ist und in absehbarer Zeit wohl zuschnappen wird.

Dein Ratschlag von Zeit zu Zeit eine Auszeit zu nehmen, ist gerade deshalb um so wichtiger. Wenn unser Denken und Fühlen sich zu sehr von diesen negativen Dingen vereinnahmen lässt, dann ist das nicht gut: nicht gut für die Sache, nicht gut für meine "lieben Nächsten" und sicher auch nicht gut für mich persönlich.

Danke für Deine wichtige Ermahnung!
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0 # Connie 2016-05-12 15:51
Zweiter Teil: "Galadriel: Leb´wohl, Frodo Beutlin, ich schenke dir das Licht Earendils, unseres geliebten Sterns. Möge es dir ein Licht sein an dunlen Orten, wenn alle anderen Lichter ausgehen." (beim Abschied der Gefährten aus Lothlorien)
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+2 # Gegen das Vergessen 2016-05-12 20:39
Leseempfehlung:

Hans-Dietrich Sander
WESEN UND VERWESEN DER BUNDESREPUBLIK

http://www.hpatzak.de/homeupwigrd/wesen_verwesen_brd.pdf
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+1 # MathePeter 2016-05-13 07:35
zitiere Gegen das Vergessen:
Leseempfehlung:

Hans-Dietrich Sander
WESEN UND VERWESEN DER BUNDESREPUBLIK

http://www.hpatzak.de/homeupwigrd/wesen_verwesen_brd.pdf


Danke für den exzellenten Lesehinweis. Der Vorhang ist wieder ein kleines Stück nach oben gezogen worden.

BuKa Helmut Schmidt, sinngemäß, vor einigen Jahren bei Phönix nachts um 24:00 Uhr:
"Das Deutsche Volk meint die ganze Welt belehren zu können. Dabei ist es sich absolut nicht der Tatsache bewußt, in welch prekärer und unendlich gefährlicher Lage es sich tatsächlich befindet."
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+1 # Gegen das Vergessen 2016-05-13 16:19
zitiere MathePeter:

Danke für den exzellenten Lesehinweis. Der Vorhang ist wieder ein kleines Stück nach oben gezogen worden.


Gerne, MathePeter.

Ich stieß in den 90iger Jahren auf "Staatsbriefe", Zeitschrift für Politik, Kultur und Geschichte; damals, und insbesondere heute unerreichbar in ihrem Niveau, wie der Unerschrockenheit Dr. Sanders und seiner Autoren, die Dinge klar bei Namen zu nennen, was ihm das korrupte BRD-System mit nahezu totaler Ausgrenzung "heimzahlte".


http://www.arnshaugk.de/index.php?autor=Sander,%20Hans-Dietrich%20%28Hg.%29
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