Na, die Woche hat es ja bisher in sich: Karnevalssitzungen satt, Schnee und Eis auf den Straßen und auch noch das Atom-Programm des persischen Schurkenstaates. Zudem zwei sehr traurige Nachrichten: Der tragische Tod der Sängerin Whitney Houston und Christian Wulff ist immer noch nicht zurückgetreten.
Müllerbrot
Der Fall mangelnder Hygiene in der Großbäckerei Müller, Großraum München, zeigt nachhaltig und erschreckend wie wenig Respekt die Melange aus Kapital und selbst Kommunalpolitik gegenüber dem Bürger aufbringt. Bevor ein Großkonzern schließen muss, gehen lieber mehrere Millionen von Gebäckstücken exkrementär verseucht zum Point of Sale. (Aber ich will mich gar nicht so sehr aufregen, am Ende der Wirtschaftskrise knabbern wir vielleicht ohnehin wie weiland Charlton Heeston ein Plätzchen „Soylent Green“.)
Whitney Houston
Zu jung verstarb die charismatische US-Sängerin und Schauspielerin mit nur 48 Jahren in Beverly Hills, Kalifornien. Houston war eine der kommerziell erfolgreichsten Künstlerinnen der Popkultur. Sie hatte alleine elf Nr.1-Hits und drei Nr.1-Alben in den US-Charts. Leider hielt die Qualität ihrer Aufnahmen nicht Schritt mit der Beliebtheit und Quantität der Verkäufe. Ihre musikalische Bandbreite reichte gerade mal von seichten Pop-Balladen bis zu schnelleren, R&B-beeinflussten Up-tempo-Nummern.
Houstons „Verdienst“ liegt mehr oder minder in der Standardisierung des sportiven Gesangs. Mit ihrer unverwechselbaren Klangfarbe kreischte und schrie sie ihre Hits, immer leidenschaftlich, immer Vollgas und vor allem laut. Manchmal wäre weniger mehr gewesen. Einige ihrer Epigonen sind Mariah Carey und Christina Aguilera. Gerade in den aktuell so beliebten Casting-Shows versuchen viele junge Damen den stimmakrobatischen Vorbildern nachzueifern und überfordern sich dabei rasch. So etwas bedarf zweifellos einer Ausnahmestimme.
So hinterlässt uns Whitney Houston eine Fülle von Mainstream-Ohrwürmern, die uns drei Jahrzehnte die Gehörgänge tapeziert haben und zu unserem „Soundtrack des Lebens“ gehören. Unentgehbar.
Trotzdem, ein Tipp: Vergleichen Sie mal Houstons „I Will Always Love You“ mit der Originalversion von Dolly Parton. Dies zeigt deutlich den Unterschied zwischen Gesangssport und Gefühl. Dorfling meint: Entscheiden Sie selbst!
Persien
Die Hysterie geht munter weiter. Wie auch immer man zum Atomprogramm der Republik Iran steht, manche Umstände machen einen nachdenklich. Dieses muntere Säbelrasseln, welches abwechselnd dem Bellen eines Hundes und dem Ballyhoo eines Boxkampf gleicht. Also Warnung, Drohung und ängstliches Zögern zugleich. Oder aber es dient wie leider schon so häufig (eigentlich meist) dem Verschleiern und der Verdummung der Zeitgenossen. Schon auffällig, wie gerade jetzt in zufällig genau den letzten der „Schurkenstaaten“ Iran und Syrien sich Möglichkeiten zum hemdsärmlichen Einschreiten auftun(Nordkorea kommt wohl später. Haben die Bodenschätze?). Ach übrigens, wissen Sie, um was es geht? Die Menschen im Iran wollen etwas haben, das bereits 31 (in Worten: einunddreißig) Länder der Erde haben: Kernenergie. Erschrecken Sie also nicht, wenn nächtens ein Nachbarland Luftangriffe auf Deutschland fliegt, wir haben nämlich auch Kernkraftwerke, wir haben sogar Nuklear-Sprengköpfe innerhalb unserer Landesgrenzen. Dorfling meint: Einfach mal darüber nachdenken.
P.S Wollte nicht sogar Österreich mal die Kernkraft?
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